DSL-Geschwindigkeit: Für wen sich welcher Speed lohnt

DSL ist inzwischen der Standard, was das Surfen im Internet betrifft. Ein Schmalbandzugang per ISDN oder Modem reicht zwar aus, um hin und wieder im gemächlichen Tempo auf Webseiten zu surfen oder um E-Mails zu checken und zu versenden. Um übers Internet fernzusehen oder auch mal Musiktitel und Videos herunterzuladen, braucht es aber eine ordentliche DSL-Geschwindigkeit.

Beim Breitbandinternet DSL werden deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht als beim Surfen über ISDN oder Modem. Im Schnitt sind DSL-Geschwindigkeiten zwischen sechs und 32 Mbit/s drin, mit VDSL und der Vectoring-Technik kommt man auch auf 50 oder 100 Mbit/s! Mit solchen Bandbreiten bauen sich Webseiten ruckzuck auf, Downloads und Uploads funktionieren rasend schnell und selbst anspruchsvolle Anwendungen wie VoIP oder Internet-Fernsehen stellen für DSL kein Problem dar. Für wen sich welche DSL-Geschwindigkeit lohnt, lässt sich am persönlichen Surfverhalten abschätzen.

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DSL 6000: DSL-Geschwindigkeit für Normal-Surfer

surfen

Den Bedürfnissen der meisten Internetnutzer wird schon ein DSL-Anschluss mit sechs oder acht Mbit/s oder gar weniger gerecht. Die Geschwindigkeit reicht aus, um im Web zu stöbern, Nachrichten zu lesen, E-Mails abzurufen, zu chatten, zu bloggen, Internetradio zu hören, Überweisungen mittels Online-Banking abzuwickeln, online zu shoppen und gelegentlich Musik oder kurze Videos herunterzuladen. Ideal ist ein solcher DSL-Anschluss außerdem für DSL-Einsteiger, die regelmäßig im Internet surfen wollen.

DSL 16000: Mehr Speed für Telefonie, Filme oder Games

Videochat

Sehr weit verbreitet ist heute DSL 16000. Bei einer DSL-Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s im Download lassen sich nahezu alle Multimedia-Anwendungen im Internet nutzen. Übers Internet telefonieren, Filme abrufen oder online spielen, für all das reicht die DSL-Geschwindigkeit. Auch ein kleines Netzwerk lässt sich mit dieser DSL-Geschwindigkeit betreiben. Kritisch wird es höchstens einmal, wenn mehrere Nutzer parallel auf breitbandige Online-Anwendungen zugreifen wollen.

VDSL: Bandbreiten von 50 Mbit/s lohnen sich für Triple Play

Fernsehen

Noch schneller surft man etwa mit VDSL. Bei diesem Anschluss muss sich der Nutzer praktisch keine Gedanken mehr um die Geschwindigkeit beim Surfen und Downloaden machen. Die üppigen DSL-Geschwindigkeiten von 25 oder sogar bis zu 50 Mbit/s ermöglichen selbst datenhungrige Anwendungen wie Video on Demand und Fernsehen in HD-Qualität übers Internet. Interessant ist VDSL damit vor allem im Zusammenspiel mit Triple Play – wenn Internet, Telefonie und Fernsehen gemeinsam über einen Anschluss abgewickelt werden.

Kabel, Glasfaser & Co.: Schnelle DSL-Alternativen

Glasfaser

Die wachsende Nutzung von immer mehr datenhungrigen Anwendung übers Internet macht höhere Geschwindkeiten nötig. Die Internet-Anbieter bauen Ihre Netze stetig weiter aus, so dass auch jenseits der herkömmlichen DSL-Geschwindigkeiten viel Speed drin ist. Einige Kabel-Internet-Anbieter etwa bieten schon Anschlüsse mit 200 Mbit/s an.

Eine weitere schnelle Verbindung liefert die Glasfaser - wird das Glasfaser-Kabel bis in die Wohnung verlegt (man spricht hier auch von "Fiber to the home" oder kurz FTTH), sind derzeit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s möglich. Doch während vor allem in Ballungsgebieten immer höhere DSL-Geschwindigkeiten möglich sind, haben Bewohner ländlicher Regionen oft das Nachsehen. Hier soll der Mobilfunkstandard LTE Abhilfe schaffen und als DSL-Ersatz dienen, denn mit LTE können ebenfalls Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht werden.

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