Unfreiwillig

Bericht: Facebook-User landen ungefragt bei Tinder

Auch diejenigen, die sich noch nicht bei der Dating-App Tinder angemeldet haben, könnten dennoch bereits samt Foto dort zu sehen sein. Ursache dafür ist einem Experten zufolge, dass Facebook die Informationen weitergibt - und das ganz legal!

MobilfunkUnfreiwillig bei einer Dating-App: Hintergrund sollen die AGB bei einem sozialen Netzwerk sein.© goodluz / Fotolia.com

Linden – Flirten soll vor allem Spaß machen. Was aber, wenn man unfreiwillig an Liebesabenteuern teilnimmt, weil man gar nicht weiß, dass die eigene Person mit im Spiel ist? So kann es einem mit dem Flirt-Portal Tinder gehen, sofern man einen Facebook-Account hat. Denn die Flirt-App wird mit Daten und sogar Fotos aus dem sozialen Netzwerk gefüttert.

Gemeinsame Freunde sorgen für unfreiwillige Auftritte bei Tinder

Das kommt zustande, weil Tinder seinen Nutzern gemeinsame Facebook-Freunde anzeigt, berichtet das News-Portal 20 Minuten. So würden auch Personen bei Tinder samt Foto und Namen angezeigt. Das bestätigt auch der Social-Media-Experte David Schäfer: Wegen der aktuellen AGB ist es Facebook erlaubt, Daten an Dritte weiterzugeben, in die man automatisch mit einem Account einwilligt. Sein Tipp: Die eigene Freundesliste sollte auf Facebook verborgen werden, um unfreiwilliges Erscheinen bei Tinder zu vermeiden. Das sei aber kein Garant, solange Facebook-Freunde ihre Kontaktlisten nicht verbergen.

Dating-Apps für Snobs und Muslime

Neben Tinder kommen immer weitere Datings-Apps auf den Markt. Laut dem Portal Zu-Zweit.de hat Tinder mit der Funktion, sich durch einfaches Wischen für oder gegen einen Bewerber zu entscheiden, das Online-Dating verändert. Folgende Apps bieten ebenfalls neue Funktionen oder richten sich gezielt nur an bestimmte Nutzer:

  • HowAboutWe: Viele Apps haben das Problem, dass es häufig beim Chatten bleibt und kein reales Treffen folgt. Dieses Problem versucht HowAboutWe zu lösen, indem Nutzer konkrete Vorschläge für ein erstes Date posten. Zum Angebot stehen Dates wie Joggen bei Sonnenaufgang, ein Mittagessen und vieles mehr.
  • YoCutie: Statt wie üblich mit Fotos, präsentieren sich die YoCutie-Mitglieder durch kurze Videos. Das Durchschnittsalter ab 25 Jahren ist hier im Vergleich hoch.
  • Spotted: Nicht getraut, den süßen Typen an der Busstation anzusprechen? Diese App hilft schüchternen Singles per GPS andere Singles kennenzulernen, denen man z.B. in der Bahn begegnet ist.
  • Willow: Anstatt eines Profilbildes stellt der Nutzer Fragen wie "Welches Buch hast du zuletzt gelesen?" Die Mitglieder sollen so über gemeinsame Interessen ins Gespräch kommen und sich nicht durch Äußerlichkeiten beeinflussen lassen.
  • Bumble: Frauen haben hier die Zügel in der Hand, ansonsten funktioniert die App wie Tinder mit folgendem Unterschied: Sobald eine Verbindung zwischen zwei Nutzern besteht, hat "Frau" bei Interesse 24 Stunden Zeit, die erste Nachricht zu schreiben. Andernfalls verfällt die Verbindung.
  • Minder: Online-Dating für heiratswillige Muslime: Anhand eines Religiositätsbarometers wird den Minder-Nutzern angezeigt wie religiös ein einzelner Nutzer ist und wie religiös der Partner sein soll.
  • Luxy: Oder auch die App für Snobs, hier darf nicht jeder mitmachen. Man wird von den bestehenden Mitgliedern reingewählt oder muss sich einkaufen. Fokus liegt hier deutlich auf dem Aussehen und dem Kontostand.
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