Online-Kriminalität

Betrüger stehlen Daten von 16 Millionen Mailkonten

Millionen deutsche Internetnutzer sind Opfer von Datendieben geworden. Die Zugangsdaten für 16 Millionen E-Mail-Konten seien bei der Analyse krimineller Online-Netzwerke entdeckt worden, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit.

Verschlüsselung© maxkabakov / Fotolia.com

Bonn (AFP/red) - Online-Kriminelle könnten mit den Daten nicht nur auf die E-Mail-Konten zugreifen, sondern möglicherweise auch auf andere Accounts, etwa in sozialen Netzwerken oder bei Online-Shops, falls dort die gleichen Anmeldedaten benutzt würden.

Maildresse überprüfen

Wer fürchtet, von dem Datendiebstahl betroffen zu sein, kann unter sicherheitstest.bsi.de seine E-Mail-Adresse überprüfen lassen. Die Behörde gleicht die Adresse mit den Millionen Datensätzen ab, die in den kriminellen Netzwerken entdeckt wurden. Das BSI empfiehlt Betroffenen, alle benutzten Computer auf Schadsoftware zu prüfen. Dazu gibt es Anleitungen auf der Internetseite.

Passwörter ändern

Außerdem sollten alle Passwörter für Online-Dienste geändert werden - egal ob für E-Mails, soziale Netzwerke wie Facebook, Online-Shops wie Amazon oder andere Angebote. Hintergrund ist, dass die Betrüger mithilfe der Schadsoftware auch diese Daten ausspioniert haben könnten. Das BSI gibt auf seiner Website Tipps zur Erstellung möglichst sicherer Passwörter.

Spam von bekannten Mailadressen

Den Angaben zufolge entdeckten Ermittler und Wissenschaftler die 16 Millionen Datensätze in sogenannten Botnetzen. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Computern, auf denen ein bestimmtes Programm ohne Wissen der Benutzer installiert wurde. Mithilfe dieser Software können Kriminelle beispielsweise die Daten des Benutzers ausspähen oder über dessen E-Mail-Adresse Spam-Nachrichten verschicken.

Quelle: AFP

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