Bing: Microsoft hat neue Suchmaschine gestartet (Upd.)
Der Software-Gigant Microsoft will mit einer neuen Suchmaschine dem Branchenführer Google Marktanteile abjagen. Überraschend wurde der Dienst schon am Pfingstmontag gestartet.
San Francisco (afp/red) - Microsoft stellte am Donnerstag (Ortszeit) seinen neuen Suchdienst Bing vor, der den Sinn von Suchanfragen besser verstehen und dadurch präzisere Ergebnisse liefern soll als die Konkurrenten. Suchmaschinen werten heute in aller Regel nur die Übereinstimmung zwischen Suchwörtern und den Begriffen auf Internetseiten aus, verstehen aber nicht Bedeutung von Anfragen. Microsoft wolle dies jetzt ändern und dadurch Ergebnisse liefern, die den Suchenden wirklich interessieren, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer. Bing ist, früher als erwartet, in Deutschland bereits am Pfingstmontag als Betaversion online gegangen. Auch einige andere Sprachen bzw. Regionen können die Adresse bing.com schon nutzen.
Thematische Gliederung
Bing sei eine "Entscheidungsmaschine", erklärte Microsoft. Der Suchdienst werde die Ergebnisse zu Suchanfragen thematisch gliedern. Bei einer Suchanfrage zu einer Stadt könnten die Ergebnisse so beispielsweise getrennt nach touristischen Informationen, Behördenkontakten oder Wirtschaftsdaten aufgelistet werden. Daneben habe Bing auch eine Funktion, mit der den Nutzern die interessantesten Suchergebnisse als "beste Treffer" angezeigt werden.
Viele neue Angebote
Der neue Microsoft-Suchdienst war schon seit Monaten angekündigt. Ursprünglich sollte die Suchmaschine den Namen "Kumo" tragen. Der Markt der Suchmaschinen ist derzeit stark in Bewegung. Branchenführer Google und Wettbewerber Yahoo kündigten kürzlich Neuerungen bei ihren Diensten an. Daneben startete die Suchmaschine Wolfram Alpha kürzlich den Testbetrieb. Im Gegensatz zu Google oder Yahoo gibt das neue System bei einer Suchanfrage keine Linkliste aus, sondern produziert direkt Antworten.
Chinesische Suchmaschine auf Platz drei
Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom ist Google mit einem Marktanteil von 62 Prozent weltweit die Nummer eins der Suchmaschinen. Auf Platz zwei folgt demnach Yahoo mit rund zehn Prozent. Der chinesische Service Baidu belegt Rang drei.
02.06.2009

