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BKA warnt vor neuer Internet-Abzocke mit Stellensuche

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor einer neuen Methode der Abzocke im Internet gewarnt. Dabei bieten die Kriminellen über E-Mails Stellen als "Warenagenten" an, wie das BKA in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Wiesbaden (AFP/cm) - Die Geworbenen, die den ungezielt gestreuten Spam-E-Mails zufolge tausende Euro im Monat verdienen können, sollen Pakete entgegen nehmen und dann gemäß den Vorgaben der Täter weiterleiten. Der Verdienst wird auf Provisionsbasis versprochen, Versand- und Benzinkosten werden angeblich erstattet. Um das Arbeitsangebot seriöser zu machen, erhalten die Geworbenen laut BKA Arbeitsverträge etwa aus der Kurierdienstbranche zugesandt.

So wird man selbst zum Betrüger

Hinter den Jobangeboten steckt laut BKA Betrug mit Online-Auktionshäusern und Bankkonten. Demnach ersteigern die Kriminellen mithilfe gestohlener oder gefälschter Zugangsdaten teure Artikel und bezahlen sie dann mit Geld von Konten, zu denen sie sich ebenfalls unerlaubt Zugang verschafft haben. Die Waren lassen sie von den ahnungslosen Verkäufern der Artikel an die Warenagenten versenden. Dadurch bleiben die wahren Kriminellen im Hintergrund, namentlich bekannt sind nur die Empfänger der ersteigerten Waren. Das BKA warnte, auch die Warenagenten könnten sich dabei strafbar machen und müssten zudem mit zivilrechtlichen Ansprüchen wegen der entstandenen Schäden rechnen.

25.11.2008

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