VoIP-Telefone

BSI warnt vor unsicheren IP-Telefonen

Das BSI rät Anwendern mit einem IP-Telefon der Firma Snom dringend zu einem Firmware-Update. Eine Sicherheitslücke ermögliche das Einschleusen von Schadsoftware und das Mithören von Gesprächen.

Sicherheit im Internet© maxkabakov / Fotolia.com

Berlin (dpa/tmn/red) - Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Sicherheitslücken in VoIP-Telefonen der Firma Snom. Betroffen sind den Angaben nach alle Desktop-IP-Telefone mit Firmwareversionen vor Versionsnummer 8.7.5.15. Anwender sollten dringend die vom Hersteller verbesserte neue Firmware installieren.

Angreifer könnten Gespräche mithören

Wie ein Test der Firma SEC Consult ergeben hat, könnten sich Angreifer von außen Zugang zum Telefon und damit auch zum internen Netzwerk der Anwender verschaffen. So könnte eigene Schadsoftware in die VoIP-Telefone eingeschleust und auch Gespräche mitgehört werden. Den Sicherheitsforschern gelang es nach eigenen Angaben auch, die Mikrofone der Telefone aus der Ferne zu aktivieren und Gespräche im Raum zu belauschen.

Update schließt Sicherheitslücken

Wie "heise online" berichtet, sollen laut dem Hersteller Snom nur Geräte gefährdet sein, bei denen das Passwort des Webservers nicht gesetzt oder ein unsicherer Provisionierungsserver eingesetzt werde. Das bereitgestellte Update soll die Sicherheitslücken schließen. Bislang unklar ist, was Anwender älterer Snom-Telefone tun können. Einige Modelle unterstützen die neue Firmware-Version nicht.

Quelle: DPA

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