Messestart

CES 2017: Vernetzung und digitale Assistenten im Fokus

Die CES in Las Vegas eröffnet den Reigen der Technikmessen des Jahres. Ab Mittwoch werden vernetzte Autos und Hausgeräte, Sprachassistenten und mehr gezeigt. Virtuelle Realität ist ebenfalls ein großes Thema.

CES© Consumer Technology Association

Las Vegas – Die Technik-Messe CES in Las Vegas geht am Mittwoch mit ersten Neuheiten-Vorstellungen an den Start. Zu der Messe, die offiziell vom 5. bis 8. Januar geöffnet hat, werden rund 170.000 Fachbesucher in der Glücksspiel-Metropole erwartet.

Schwerpunkte der CES sind in diesem Jahr vernetzte Geräte von Lampen bis Haustechnik, die mit digitalen Assistenten verbunden werden können, Drohnen, virtuelle Realität und tragbare Wearables. Das Internet of Things und das Smart Home sind damit Schlagworte, die weiter aktuell sind.

Vernetzung im Auto

Zunächst stehen Autofirmen im Rampenlicht: Von Fiat Chrysler wird der Prototyp eines Elektro-Minivans erwartet, und das Start-up Faraday Future will nach vielen Versprechungen schließlich ein Produktionsmodell präsentieren. Neben klassischen und neuen Automobilherstellern beschäftigen sich mit vernetzter Mobilität auch Internet-Unternehmen und Start-ups, wie der Digitalverband Bitkom erklärt. Unter anderem würden auf der CES Fahrzeug-Innenraum-Konzepte vorgestellt, die ein neues Fahrerlebnis für Passagiere entstehen lassen. Zukünftig sollen Fahrgäste die Reisezeit in einer Unterhaltungs-, Shopping- und Entspannungswelt verbringen können – oder in einem Garten, der inmitten der Fahrzeugkabine angelegt ist.

Sprachsteuerung auf dem Vormarsch

Die Sprachsteuerung wird nach Einschätzung von Branchenexperten sehr schnell eine zentrale Rolle bei der Bedienung von Technik übernehmen. In diesem Jahr dürften Computer zum ersten Mal gesprochene Worte genauso gut verstehen wie Menschen, sagte der Chefökonom des amerikanischen Elektronik-Branchenverbandes CTA, Shawn DuBravac. Noch 2013 lag die Fehlerquote bei der Spracherkennung dagegen bei 23 Prozent.

Alexa vs Siri vs Cortana

Bei den digitalen Assistenten zeichnet sich ein Wettstreit von Plattformen großer Tech-Konzerne ab: Alexa von Amazon, Siri von Apple, Googles Assistant und Cortana von Microsoft. Dabei gelang Amazon zur CES ein erster Schritt, um Alexa über den hauseigenen smarten Lautsprecher "Echo" hinaus auch in Geräte anderer großer Hersteller zu bringen. Der weltgrößte PC-Anbieter Lenovo stellte einen ähnlich aussehenden Lautsprecher vor, in dem Alexa das Herzstück ist.

Der Markt für solche Geräte steht nach Prognosen der CTA vor einem explosiven Wachstum. "Wir schätzen, dass bisher rund fünf Millionen smarte Assistenten verkauft wurden", sagte DuBravac. "Allein in diesem Jahr dürften es weitere fünf Millionen werden."

Bitkom: Virtual Reality ist gekommen, um zu bleiben

Virtual Reality (VR) ist keine entfernte Zukunftsvision mehr. Im vergangenen Jahr kamen viele neue Geräte auf den Markt, mit denen Verbraucher virtuelle Realitäten erleben können. Auf der CES werden branchenübergreifend neue Virtual-Reality-Produkte und VR-Konzepte präsentiert. Neben Gaming- und Unterhaltungsinhalten gibt es zahlreiche kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten. So können etwa Piloten in virtueller Umgebung die Flugzeugbedienung üben. Für Ärzte besteht die Chance, riskante Eingriffe digital zu simulieren. Architekten und Städteplaner können damit begehbare Entwürfe erstellen. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Besichtigung von touristischen Sehenswürdigkeiten, ohne vor Ort zu sein. Laut einer Marktprognose von Bitkom und dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte erreicht der Umsatz mit Virtual Reality in Deutschland bis 2020 eine Höhe von einer Milliarde Euro.

Quelle: DPA

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