Das iPhone im Buchformat: Apple präsentiert das iPad
Mit dem iPod und iPhone gelang Apple ein kleiner Geniestreich. Jetzt will der Konzern mit einem neuartigem Tablet PC den nächsten Coup landen. Der iPad genannte Computer ist klein, extrem flach und eignet sich zum Musikhören, Surfen, Spielen und zum E-Book-Lesen.
San Francisco (red) – Seit Monaten kursierten die Gerüchte um einen neuartigen Tablet PC von Apple. Am Mittwochabend hat Steve Jobs nun allen Spekulationen ein Ende bereitet und das "revolutionäre" Gerät erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der iPad genannte Mini-Rechner sieht aus wie ein iPhone oder iPod touch, nur etwas größer. Er soll sich zum Musikhören, Betrachten von Videos und Bildern als auch zum Surfen im Web, Abrufen und Versenden von E-Mails sowie zum Lesen von E-Books verwenden lassen.
Dünner und kleiner als ein Netbook
Er ist 13,4 Millimeter dünn und wiegt 680 Gramm, damit der Tablet PC schlanker und leichter als jeder Laptop oder jedes Netbook. Bedient wird das iPad über einen 9,7 Zoll großen Touchscreen. Die so genannte IPS-Technologie soll gewährleisten, dass Bilder und Farben auch bei Schräglage klar erkennbar sind. Das kapazitive Display kann mit mehreren Fingern gleichzeitig bedient werden und eine virtuelle QWERTY-Tastatur soll das Tippen von Nachrichten erleichtern. Bei Bedarf lässt sich das iPad über einen Dockingstation mit einer normalen Tastatur verbinden.
Virtueller Buchladen für E-Books
Auf dem iPad sind mehr als ein Dutzend Multi-Touch-Anwendungen vorinstalliert. Außerdem laufen auf dem Tablet PC fast alle der über 140.000 Anwendungen aus dem App Store, inklusive derer, die bereits für iPhone und iPod touch erworben wurden. Die Synchronisation erfolgt über iTunes - genau wie auf dem iPhone und iPod touch. Für das Lesen von E-Books gibt es auf dem Gerät ein iBooks App. und über den iBookstore kann man sich mit elektronischen Büchern eindecken. Der iBookstore soll Bücher von großen wie auch unabhängigen Verlagen führen.
(Foto / Abb.: Apple)
Bürosoftware und Laufzeiten
Außerdem stellte Apple eine neue Version von iWork vor, eine Desktop-artige Softwaresuite. Mit Pages, Keynote und Numbers soll man Dokumente, Präsentationen wie auch Tabellen mit Diagrammen, Funktionen und Formeln wie auf einem normalen Computer erstellen können. Die drei genannten Anwendungen müssen allerdings separat im App Store für 9,99 US-Dollar erworben werden. Angetrieben wird der iPad wird von einem neuen A4 Prozessor, der für ausreichend Rechenleistung und langen Batterielaufzeit von bis zu zehn Stunden sorgen soll.
Preise und Marktstart
Der iPad soll weltweit ab Ende März in sechs verschiedenen Varianten erhältlich sein. In der Version mit WLAN zum Datenaustausch und 16 GB Speicher soll das Gerät zu einem Preis von 499 US-Dollar zu haben sein, als 32-GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64-GB-Modell für 699 US-Dollar. In den USA und einigen ausgewählten Ländern wird es zudem eine Variante mit WLAN und UMTS geben. Für das 16-GB-Modell verlangt Apple dann 629 US-Dollar, als 32-GB-Modell ist es für 729 US-Dollar erhältlich und als 64-GB-Modell soll es für 829 US-Dollar zu haben sein.
28.01.2010

