Sicherheit

Deutsche wechseln Passwort zu selten

Mit ihrem Passwort gehen die Deutschen noch immer sehr nachlässig um. Das zeigt eine Umfrage des Bitkom, wonach gerade einmal 16 Prozent ihre Passwörter einmal pro Quartal ändern. Viele werden erst aktiv, wenn sie bereits Opfer von Online-Kriminalität geworden sind.

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Berlin (red) - Die meisten Bundesbürger ändern ihre wichtigsten Passwörter und Geheimzahlen viel zu selten. Nur jeder Sechste (16 Prozent) wechselt seine Zugangsdaten und Codes für Online-Konten, E-Mail-Postfächer, Smartphones, Alarmanlagen und Co. mindestens einmal im Quartal. Jeder Vierte (24 Prozent) verändert sie hingegen niemals aus eigener Initiative. Das ergab eine Aris-Umfrage im Auftrag des Bitkom.

"Die wichtigsten Zugangsdaten sollten alle drei Monate verändert werden", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Viele Bürger änderten ihr Verhalten und ihre Passwörter leider erst, wenn sie schon Opfer von Kriminalität geworden sind. Jeder fünfte Befragte (21 Prozent) wechselt seine Kennwörter nur alle paar Jahre aus eigenem Antrieb, jeder vierte (25 Prozent) immerhin jährlich. Jeder zehnte Befragte (zehn Prozent) ändert sie im Schnitt halbjährlich, jeder achte (zwölf Prozent) einmal im Quartal, drei Prozent wechseln monatlich, ein Prozent gar wöchentlich.

Keine Besserung im Vergleich

Damit hat sich das Verhalten gegenüber 2010 kaum verändert. Damals wechselte auch nur jeder Sechste (17 Prozent) seine Zugänge mindestens alle drei Monate. Allerdings gaben 41 Prozent an, niemals ihre Passwörter zu ändern. "Die zunehmende Cyberkriminalität und steigender Handy-Diebstahl haben immerhin einige Passwort-Muffel ein wenig umdenken lassen, sie ändern laut Umfrage ihre wichtigsten Zugangscodes nun wenigstens alle paar Jahre", so Kempf. Das sei jedoch noch immer viel zu selten.

Passwort-Wechsel trägt zum Schutz bei

Ein regelmäßiger Wechsel der wichtigsten Passwörter erschwert insbesondere Online-Kriminellen ihre Arbeit. Diese Betrüger versuchen verstärkt, digitale Identitäten der Nutzer anzugreifen: etwa Benutzerkonten in Unternehmen, private E-Mail-Accounts, Konten bei Internet-Kaufhäusern oder Banken. Auch persönliche Steckbriefe in Communitys wie Facebook, Google+, Twitter oder Xing sowie private Homepages sind potenzielle Ziele.

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