Weniger Einschränkungen

Facebook lockert Jugendlichen die Zügel

Auch Facebook-Nutzer im Alter zwischen 13 und 17 Jahren können jetzt ihre Aktivitäten für alle sichtbar ins Netz stellen. Das soziale Netzwerk hat die bisher dafür geltenden Beschränkungen gelockert.

Facebook

San Francisco (AFP/red) - Bislang konnten Jugendliche auf Facebook ihre Kommentare, Fotos oder Links nur mit Freunden und deren Bekannten teilen.

"Teenager gehören zu den cleversten Leuten, die soziale Medien nutzen. Ob es um bürgerliches Engagement oder ihre Meinung zu Filmen geht, sie wollen gehört werden", erklärte Facebook. Mit der Öffnung der Privatsphäre reagierte das Unternehmen auch auf den Erfolg von Konkurrenznetzwerken wie Twitter, über die Jugendliche schon das gesamte Netz erreichen können.

Warnhinweise sind vorgesehen

Bei Facebook wird es aber Warnhinweise geben, dass bei einer entsprechenden Einstellung die eigenen Beiträge von jedem Nutzer gesehen werden können. "Wir nehmen die Sicherheit von Teenagern sehr ernst", erklärte Facebook. "Deswegen werden sie eine Warnung erhalten, bevor sie ihre Beiträge mit der Öffentlichkeit teilen können."

Beiträge standardmäßig auf Freunde beschränkt

Zugleich nahm Facebook eine weitere Änderung der Datenschutzeinstellungen vor, die in die andere Richtung zielt: Bei neu eingerichteten Konten werden die Adressaten der Beiträge zunächst auf den eigenen Freundeskreis eines Jugendlichen beschränkt. Bislang gingen die Kommentare oder Bilder automatisch auch an die Kontakte der Freunde. Die Standardeinstellung kann allerdings von jedem Nutzer wieder geändert werden. Das Mindestalter, um sich bei Facebook eintragen zu können, ist 13.

Harter Konkurrenzkampf mit Twitter

Mit der Öffnung der Privatsphäre reagierte das Unternehmen auch auf den Erfolg von Konkurrenznetzwerken wie Twitter, über die Jugendliche schon das gesamte Netz erreichen können. Der Konkurrenzkampf zwischen Facebook und dem Kurznachrichtendienst Twitter ist hart. Mitte Oktober überholte Twitter in den USA Facebook in der Beliebtheit bei Jugendlichen, wie eine Umfrage ergab. Auch in Deutschland erfreuen sich Umfragen zufolge vor allem Kurzmitteilungsdienste wie Whatsapp größerer Beliebtheit als Facebook.

Quelle: AFP

Top