Einkaufshilfe

Google Maps informiert über Stoßzeiten in Geschäften

Über Google Maps erfährt man ab sofort auch, wann man einen Supermarkt aufsuchen sollte und wann nicht. Die neue Version des Kartendienstes und auch die Such-Apps zeigen an, wann die Stoßzeiten in den Läden sind.

Paar mit SmartphoneGoogle ermittelt über den Standortverlauf der Smartphones, zu welchem Zeitpunkt die Geschäfte überfüllt sind.© Antonioguillem / Fotolia.com

Berlin - Warum eigentlich immer einkaufen, wenn es alle anderen auch tun? Mit dem jüngsten Update von Googles Such- und Karten-Apps können nun auch iOS-Kunden sehen, wann ein bestimmtes Geschäft in der Regel besonders gut besucht ist. Mehr als eine Million Orte weltweit sind in der "beliebte Uhrzeiten"-Funktion gelistet. Ein übersichtliches Balkendiagramm zeigt auf einen Blick, wann an welchen Tag mit hohem Besucherandrang zu rechnen ist.

Statistik wird automatisch über Standortverlauf erstellt

Zur Ermittlung und Visualisierung der Stoßzeiten setzen die Apps auf Daten, die ihnen Nutzer mitteilen. Wer nämlich seinen Standort mit Google über den Standortverlauf teilt, nimmt automatisch als Datenquelle teil. Das Smartphone sendet dann über den Standortbericht regelmäßig den eigenen Standort an Google, diese Daten fließen in die zahlreichen Dienstleistungen des Unternehmens ein. Vielen Nutzern ist dieses Daten-gegen-Funktionalität-Geschäft nicht bekannt. Man kann den Standortverlauf allerdings abschalten - wenn auch mit Funktionseinbußen.

Standortverlauf abschalten

Auf Android-Smartphones ab Version 2.3 findet sich der Regler für den Standortverlauf in den Google-Standorteinstellungen. Die lassen sich je nach Modell über die Einstellungen von Google-Maps aufrufen oder über die Einstellungen des Google-Kontos auf dem Gerät. Im folgenden Menü können auf Wunsch der Standortverlauf und der Standortbericht abgeschaltet werden. Am Computer lässt sich der Standortverlauf unter der Adresse "https://maps.google.com/locationhistory" ein- und ausschalten oder löschen. Hier kann bei aktivierter Option auch überprüft werden, wo man sich in den vergangenen Tagen aufgehalten hat. Nutzer von Apple-Geräten können den Apps außerdem über die Datenschutzeinstellungen den Zugriff auf den Standort verwehren.

Google-Dienste ohne Standortfunktion eingeschränkt

Wer den Standortverlauf abschaltet, muss allerdings mit Einschränkungen rechnen, da mit Hilfe der gesammelten Daten die Funktionalität vieler Google-Dienste sichergestellt wird. Der persönliche Assistent Google Now etwa funktioniert dann nur noch sehr eingeschränkt. Auf die Anzeige der beliebten Besuchszeiten von Geschäften hat dies aber keinen Einfluss. Solange nicht alle Google-Nutzer ihre Standortangabe verweigern, funktioniert sie auch weiterhin.

Quelle: DPA

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