CCC

Hacker-Kongress nach NSA-Affäre gut besucht

Sie werkeln, löten und diskutieren: Auf dem Chaos Communication Congress trifft sich die Hackerszene zum Austausch. Unter dem Eindruck der Snowden-Enthüllungen erlebt der Kongress einen Besuchersprung.

Hacker-Angriff© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Hamburg (dpa/red) - Die NSA-Spähaffäre hat dem am Montag zu Ende gehenden Kongress des Chaos Computer Clubs einen Besucherrekord beschert. In den ersten drei Tagen seien etwa 8600 Teilnehmer nach Hamburg gekommen, sagte die Sprecherin der Hacker-Vereinigung, Constanze Kurz, am Sonntag. Damit sei es der mit Abstand größte Kongress bisher. Im vergangenen Jahr seien gut 6000 Teilnehmer gekommen.

Überwachungsprogramme in der Diskussion

Am Sonntag, dem dritten Kongresstag, widmeten sich die Hacker ihrer klassischen Leidenschaft: dem Hacken. Mehrere Vorträge beschrieben, wie IT-Produkte geknackt werden können, darunter Funkchips, Prozessoren oder Ausweisdokumente in China. Zudem gab es eine Veranstaltung speziell für den Nachwuchs der Szene.

Auch die Überwachungsprogramme von Geheimdiensten wurden diskutiert. "Mich hat die kämpferische, positive Grundstimmung schon gewundert", sagte CCC-Sprecherin Kurz. Anstatt angesichts der weitreichenden Programme zu resignieren, gebe sich die Szene kämpferisch. Mehrere Redner riefen zum Widerstand auf.

Quelle: DPA

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