Warnung

Hinter Online-Routenplaner steckt eine Abo-Falle

Die Polizei warnt aktuell vor einem Online-Routenplaner. Wer seine Mailadresse eingibt, um den Routenplaner zu nutzen, bekommt kurz darauf Zahlungsaufforderungen. Was kann man tun, wenn man schon darauf hereingefallen ist?

PolizeiAbo-Falle: Die Polizei Niedersachsen warnt vor der Nutzung des Online-Routenplaners maps-routenplaner.info.© Arno Bachert / Fotolia.com

Hannover – Die Polizei Niedersachsen warnt aktuell vor dem Online-Routenplaner maps-routenplaner.info. Nach Angaben der Polizei verbirgt sich dahinter eine teure Abo-Falle.

Unauffälliger Hinweis auf 500 Euro teures 24-Monats-Abo

Um die Routenplaner-Funktion auf der Webseite nutzen zu können, müssten Internetnutzer dort zunächst ihre E-Mail-Adresse angeben. Das gelte auch bei dem auf der Seite angebotenen Gewinnspiel, bei dem ein Navigationsgerät sowie eine Maledivenreise als Preise versprochen werden. Unachtsame könnten dabei aber übersehen, dass weiter unten auf der Seite auf einen Abo-Dienst hingewiesen wird. Der stolze Preis für ein 24-Monats-Abonnement soll bei 500 Euro liegen.

Konkret heißt es dort: "Die 24 Monate Mitgliedschaft kostet bei Anmeldung 500,- Euro, die Abrechnung erfolgt im Voraus. Bitte beachten Sie, dass Sie bei Missbrauch unseres Services mit Straf- und Zivilrechtlichen Folgen rechnen müssen."

Angeblicher Webseitenbetreiber offenbar nicht existent

Die Webseite wird laut Impressum von der angeblich in München ansässigen Firma Web-24 GmbH Internetportale GmbH angeboten. Laut Ermittlungen des Landeskriminalamts München sei diese GmbH aber weder offiziell im Handelsregister eingetragen noch existiere sie unter der im Impressum genannten Anschrift. Der Name des Geschäftsführers sei laut Vermutung der Polizei Niedersachsen wahrscheinlich frei gewählt.

Polizei: Es besteht keine Zahlungsverpflichtung

Wer bereits in die Abo-Falle getappt ist, erhält nach Polizeiangaben Zahlungsaufforderungen per E-Mail inklusive Drohung mit der Beauftragung eines Inkassodienstes, falls nicht umgehend gezahlt werde.

Die Polizei Niedersachsen weist jedoch eindringlich darauf hin, dass keine Zahlungsverpflichtung besteht. Es sei unter anderem kein wirksamer Vertrag zustande kommen. Wer im Internet seine Route beispielsweise für die Fahrt in den Urlaub planen möchte, soll laut Rat der Polizei auf offizielle Angebote bekannter Unternehmen wie etwa Google Maps zurückgreifen.

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