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Ausgerechnet

Innenminister Schäuble wurde Opfer von Hackern

Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist zum Opfer von Computerhackern geworden. Technisch versierte Unbekannte knackten am Dienstag das Content Management System der Internetseite Schäubles.

Berlin (ddp/cm) - Sie platzierten dort einen Link zum Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, einer Initiative von Datenschützern. Schäubles Seite wurde kurz nach dem Bekanntwerden des Angriffs abgeschaltet. Wie ein Sprecher von Schäuble am Mittwoch mitteilte, sei das Bestehen einer Sicherheitslücke im System von Schäubles Homepage schon länger bekannt gewesen.

Falsches Feindbild

Zwar seien sofort alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden, um die Lücke zu schließen, dies habe aus technischen Gründen jedoch einige Zeit gedauert. Schäubles Büroleiter sagte, der Angreifer sei offensichtlich nicht sachkundig gewesen: Die Zuständigkeit für die Vorratsdatenspeicherung liege beim Justiz- und nicht beim Innenministerium. Am späten Mittwochnachmittag ging die Seite wieder online.

DSL Die öffentliche Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung war am Dienstag durch eine Klageabweisung des Europäischen Gerichtshof (EuGH) erneut aktuell geworden. Die Richter hatten eine Klage Irlands und der Slowakei gegen die EU-Richtlinie zur Speicherung von Verbindungsdaten abgewiesen.

Der Arbeitskreis diatanziert sich

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-Nutzern, die sich gegen eine "Vollprotokollierung" der Telekommunikation engagieren. Auf seiner eigenen Internetseite distanziert sich der Arbeitskreis von kriminellen Positionen und stellt klar: "Externe Verweise auf unsere Webseite unterliegen nicht unserer Kontrolle."

12.02.2009

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