Internetfirma bekommt Strafe wegen rassistischen Passworts
Ein interessantes Gerichtsurteil wurde jetzt aus Frankreich bekannt: Dort ist der Internet-Anbieter Orange verurteilt worden, weil er einem Kunden ein rassistisches Schimpfwort als Zugangscode zugewiesen hat.
Bordeaux (afp/red) - Das Unternehmen und der Leiter seiner Kundenabteilung müssen 500 Euro Strafe und 8000 Euro Schadenersatz zahlen, wie ein Gericht im südwestfranzösischen Bordeaux am Donnerstag entschied. Orange hatte dem Kunden marokkanischer Abstammung 2007 das Passwort "salearabe" ("dreckiger Araber") für sein Webkonto geschickt, nachdem sich dieser mehrfach über Verbindungsprobleme beschwert hatte.
Der Kunde als Störfaktor
Der Orange-Kunde Mohamed Zaidi hatte immer wieder die Hotline von Orange angerufen. Als er dann die neuen Zugangsdaten mit dem Schimpfwort bekommen habe, sei das "ein riesiger Schock" für ihn gewesen, hatte er Ende 2007 gesagt. Von einem Unternehmen wie Orange, einer Tochter des ehemaligen Staatsmonopolisten France Télécom, habe er so etwas niemals erwartet.
29.05.2009

