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Kabelanbieter fürchten erneute Bevorzugung der Telekom

Die großen deutschen Kabelanbieter wollen in Brüssel für kräftig Gegenwind sorgen. Ihnen ist der erneute Vorstoß im Bund, der Telekom leichtere Bedingungen für den Aufbau der schnellen Netze zu verschaffen, ein Dorn im Auge.

Berlin (red) - Wie bereits berichtet, will Kanzlerin Merkel offenbar in Brüssel auf eine weniger strikte Regulierung der Deutschen Telekom bei schnellen Internetanschlüssen dringen. Kaum verwunderlich, dass die im gleichen Business tätigen Kabel Anbieter not amused über diesen Vorstoß sind und nun offenbar selbst in Brüssel aktiv werden wollen.

Einseitige Besserstellung befürchtet

Wie die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag schreibt, wollen die Chefs von Unitymedia und Kabel Deutschland, Parm Sandhu und Adrian von Hammerstein, gegen das aus ihrer Sicht "inakzeptable" Vorgehen einschreiten. Man halte nichts von "Regulierungsferien", so von Hammerstein auf dem derzeit in Berlin stattfindenden Europa-Kongress der Kabelbranche. Zudem sei eine einseitige Bevorzugung einer Technologie oder eines Anbieters der falsche Weg.

Zahlen für die Netznutzung

Die Kabelnetzbetreiber sind in diesem Punkt besonders empfindlich, denn sie haben in den vergangenen Jahren ziemlich viel Geld in die Aufrüstung ihrer Netze gesteckt. Eine Entscheidung pro Telekom würde den Infrastrukturwettbewerb aus Sicht der Kabelanbieter weiter verzerren. Die Bundesregierung will Medienberichten zufolge in Brüssel unter anderem erreichen, dass sich die Telekom-Wettbewerber als Ausgleich für die Mitnutzung der Netze an den Investitionskosten beteiligen müssen.

19.03.2009

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