Keine Abnehmer für staatliche Breitband-Fördergelder
Das staatlich zur Verfügung gestellte Geld findet in Mecklenburg-Vorpommern offenbar keine Abnehmer für den flächendeckenden Breitband-Ausbau des Internets. Bis 2011 steht ein Betrag von mehreren Millionen Euro zur Unterstützung der Gemeinden bereit.
Schwerin (red) – In Mecklenburg-Vorpommern scheinen sich nur wenige Gemeinden für die finanzielle Förderung von Breitband Internet zu interessieren. Obwohl bis 2011 ein Betrag von 6,5 Millionen Euro für die Gemeinden zur Verfügung steht, gebe es kaum Resonanz, so Presseberichte. Mit diesem Geld könnten die Gemeinden bis zu 90 Prozent unterstützt werden.
Das Desinteresse ist "nicht normal"
Agrarminister Till Backhaus bedauerte diese Entwicklung und bezeichnete sie als "nicht normal". Außerdem forderte er die Abgeordneten auf, sich in ihrer Gemeinde für den Ausbau auszusprechen. Denn schnelles Internet verbessere die Standortfaktoren, es könnten sich sogar Unternehmen ansiedeln.
Nur eine Vorgabe für die Förderung
Nach Aussage von Backhaus werden aktuell in Mecklenburg-Vorpommern 15 Projekte für den Breitband-Ausbau für 1000 private und 360 gewerbliche Anschlüsse durchgeführt. Die Fördergelder belaufen sich bei den Projekten auf bis zu 230.000 Euro. Gefördert wird jede Gemeinde, die die Anschlüsse nach privater oder gewerblicher Nutzung trennt.
15.05.2009

