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Verbraucherschutz

Kostenlose Software gegen Internet-Abzocke entwickelt

Der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Zeitschrift Computerbild machen jetzt mobil gegen unseriöse Online-Anbieter. Die Allianz will Kostenfallen im Netz stoppen und Verbraucher schützen.

Berlin (red) – Mit unzähligen vermeintlichen Gratis-Diensten locken die unseriösen Anbieter Internetnutzer in eine Kostenfalle. Deshalb sollten Kosten, die bei Verträgen im Internet entstehen, von den Nutzern immer vorher separat bestätigt werden. Das ist eine Forderung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), um die rasante Ausbreitung von Kostenfallen im Internet zu stoppen. Einen besseren Schutz für Verbraucher soll nun eine kostenfreie Software bieten, die von der Zeitschrift Computerbild entwickelt wurde.

Wie Verbraucher in die Kostenfalle tappen

Die meisten Verbraucher rechnen nicht damit, für einen Dienst zahlen zu müssen, den es im Normalfall kostenlos gibt. Gutgläubig werden Name und Adresse angegeben, und schon bekommt man ein teures Abo oder einen kostenpflichtigen Zugang aufgebrummt. Kurze Zeit später kommt die Rechnung, dabei sind Beiträge von 200 Euro für zwei Jahre Abo keine Seltenheit. Oft wird auf den Nutzer Druck mit Drohungen, Mahnschreiben und Inkassobriefen eingeschüchtert. Viele bekommen Angst und bezahlen, so die Erfahrungen der Verbraucherschützer.

Die Anbieter haben eine hohe Gewinnspanne

Der vzbv fordert deshalb klarere gesetzliche Vorgaben, die die Preistransparenz im Internet erhöhen. In Frankreich gibt es bereits ein solches Gesetz, Kostenfallen sind dort angeblich kein Thema mehr. In Deutschland liege der Schaden jedoch im Millionenbereich. Nach Angaben der Computerbild verschickte allein die Firma hinter der berüchtigten Seite opendownload.de im April 2009 in einer Woche 170.000 Rechnungen zu je 96 Euro. Wenn nur jeder Zehnte seine Forderung beglichen hat, bliebe der Firma ein Gewinn von rund 1,5 Millionen Euro.

Neue Software soll Schutz bieten

Verbraucherschützer gewinnen seit Jahren immer wieder vor Gericht gegen unseriöse Onlineanbieter. Die Abzocke nimmt trotzdem weiter zu, da die Betreiber einfach ein neues Angebot starten. Schärfere Sanktionen gegen die Hintermänner sollen helfen dem Abzock-Spiel ein Ende zu bereiten. Da Aufklärung und Abmahnungen offenbar wenig helfen, haben Computerbild und der vzbv eine Schutzsoftware entwickelt. Die "Abzock-Schutz"-Software lasse sich in den Browser integrieren, warne den Internetnutzer vor dem Besuch von unseriösen Seiten und verweise auf Alternativen. Die Software bekommt man auf CD in der Computerbild 17/2009 und kostenfrei auf der Computerbild-Website.

05.08.2009

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