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Perspektiven

LTE, Satellit & Co. leisten wichtigen Beitrag zum Breitbandausbau

Deutschland holt im europaweiten Vergleich beim Breitbandausbau auf. Marktführend ist zwar mit Abstand DSL, aber gerade die alternativen Techniken fördern den Wettbewerb. Der VATM erörterte im Expertenforum die Perspektiven von LTE, Satellit und Richtfunk für 2011.

Köln (red) - Laut Bundeswirtschaftsministerium sind für knapp 40 Prozent der Haushalte Dienste mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Mbit/s und mehr verfügbar. Ein wichtiges langfristiges Ziel sei der Ausbau von Glasfaseranschlüssen, außerdem kam eine mögliche Nutzung öffentlicher Netze, wie beispielsweise der Bahn, beim Experten-Workshop des Branchenverbands VATM zur Sprache.

Aufklärungsbedarf in den weißen Flecken

Die wirtschaftliche Bedeutung von Breitband sei inzwischen allgemein anerkannt, waren sich die Experten einig. Ganz anders sehe es jedoch in den so genannten weißen Flecken mit dem Wissen darum aus, wie man denn möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung mit Highspeed Internet bekommen kann. Nach wie vor gebe es noch zu oft die Erwartungshaltung, die Versorgung komme wie zu Monopolzeiten schon irgendwann von selbst.

Ausbau geht durch alternative Techniken voran

Deutschland sei inzwischen in Europa führend bei der Nutzungs- und Wachstumsrate von Breitband und liege der EU-Kommission zufolge bei der Breitband-Versorgungsrate mit 30,4 Prozent auf Platz 5 hinter Dänemark, den Niederlanden, Luxemburg und Schweden. Dieser Erfolg sei auch auf alternative Anbieter und Techniken zurückzuführen, die einen wichtigen Beitrag zum Wettbewerb leisten.

  • Vodafone will den LTE-Ausbau schneller vorantreiben als nach den Lizenzbedingungen vorgegeben. So sollen schon bis Ende März 2011 bundesweit rund 1.500 Standorte aufgebaut sein. Vor allem Kunden in entlegenen Regionen will man mit 5-Mbit/s-Anschlüssen versorgen.
  • Innovative Technologien im Bereich WLAN stellte Winfried Kiebel vor. Der Geschäftsführer der Lanspot aus Dormagen versorgt insbesondere kleine Gemeinden per Richtfunk und WLAN mit Breitband. 21 Ortschaften wurden auf diese Weise bereits ohne Fördermittelangebunden. Richtfunkstrecken ermöglichen sehr kostengünstige Verbindungen. Die Verteilung im Haus erfolgt dann wie gewohnt per Kabel oder WLAN.
  • Auch die Versorgung per Satellitenverbindung ist inzwischen vor allem in sonst schwierig versorgbaren Gebieten eine sinnvolle Alternative. Privathaushalte und kleine Unternehmen werden dabei flächendeckend mit bis zu 4 Mbit/s über eine Satellitenschüssel versorgt.

04.11.2010

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