Festnetz

o2-Drossel im Visier der Verbrauchschützer

o2 scheint der nächste Mobilfunker zu sein, auf den die Verbraucherzentrale wegen der geplanten Festnetz-Drosselung ein Auge geworfen hat. Aus Sicht der Verbraucherschützer ist auch das o2-Angebot eine "Mogelpackung".

Internet-Drosselung© Heiko Barth / Fotolia.com

Hamburg (red) - Erst nach 100 GB werde eine Drosselung vorgenommen, was immerhin mehr sei als bei der Telekom. "Dennoch halten wir nach erster Prüfung auch die o2-Pauschaltarife für eine Mogelpackung," sagte Thomas Bradler von der Verbraucherzantrale NRW dem Nachrichtenmagazin Focus.

Die Festnetz-Drossel kommt

Nach der Telekom hatten auch die Unternehmenstochter congstar und dann o2 (www.o2-online.de) Tarife eingeführt, die ab einer bestimmten Datenmenge gedrosselt werden sollen - ein Vorgehen, das im Mobilfunkmarkt üblich ist, im Festnetzbereich aber bisher eher eine Ausnahme war. Ganz neu ist die Drosselung im Festnetz jedoch nicht. 1 & 1 führt einen Tarif mit Datenbegrenzung, Kabel Deutschland zieht ebenfalls bei Extrem-Saugern irgendwann die Reißleine. Bei den neuen Regelungen von o2 und Telekom könnten Powersurfer durchaus an ihre Grenzen stoßen.

Eine Flatrate ist eine Flatrate

Das Landgericht Köln, das sich gegen die Drosselungspläne der Telekom ausgesprochen hatte, bemängelte in erster Linie das Werben mit dem Begriff "Flatrate", wobei in Wirklichkeit keine Flatrate angeboten werde. Analog könnte auch ein Gericht in Bezug auf o2 urteilen, sollte es zur Klage kommen. o2 bezeichnet die Drosselung in seinen Tarifen als "Fair Flatrate".

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