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Umfrage

Online-Wahl hätte Wahlbeteiligung hochgeschraubt

Die Möglichkeit der Stimmabgabe per Internet hätte die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl signifikant gesteigert. Die Wahlbeteiligung wäre von 71 Prozent auf immerhin 77 Prozent gestiegen.

Berlin (red) - Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Branchenverbands Bitkom hervor. Befragt wurden 2.000 wahlberechtigte Bürger. Danach gaben 21 Prozent der Nichtwähler an, dass sie gewählt hätten, wenn sie die Möglichkeit zur elektronischen Stimmabgabe per Internet gehabt hätten. Auf alle Wahlberechtigten bezogen entspricht das sechs Prozent. Die Wahlbeteiligung wäre bei der Bundestagswahl damit von historisch niedrigen 71 Prozent auf 77 Prozent gestiegen.

Online-Wahlen sind noch nicht erlaubt

Bisher sind Internetwahlen nach dem deutschen Wahlrecht nicht erlaubt. Besonders aufgeschlossen sind die Jüngeren für elektronische Wahlverfahren per Internet. 25 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Nichtwähler hätten davon Gebrauch gemacht, aber nur 11 Prozent der über 59-Jährigen. Dass es einen großen Bedarf für eine Alternative zum Gang ins Wahllokal gibt, zeigt der hohe Anteil von Briefwählern. Bei der Bundestagswahl 2005 hatten fast 19 Prozent der Wähler die Briefwahl genutzt, was rund neun Millionen Stimmen entspricht. Allerdings gilt das Briefwahlverfahren als anfällig für Manipulationen.

Fast die Hälfte würde online wählen gehen

Dagegen könnten Online-Wahlen einen höheren Sicherheitsstandard bei der Authentifizierung des Wählers sowie bei der Übertragung und Speicherung der Daten gewährleisten. Nach der Bitkom-Umfrage würden auch viele aktive Wähler künftig per Internet wählen. Insgesamt würde demnach fast die Hälfte der Bundesbürger (47 Prozent) ihre Stimme bei Wahlen elektronisch abgeben. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 57 Prozent.

05.10.2009

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