Passwörter: Wie unvorsichtig Nutzer immer noch sind
Phantasielose Passwörter sind Daten-Piraten eine Freude: Einer neuen US-Studie zufolge machen es Internetnutzer den Phishern noch immer viel zu leicht. Kaum zu glauben, worauf manche User sich verlassen.
Washington (AFP/cm) - Bei der Wahl ihrer Passwörter für E-Mail-Accounts, fürs Online Banking oder bei der Ticket-Buchung sollten Verbraucher lieber zweimal nachdenken: Einer neuen US-Studie zufolge sind Internetnutzer nach wie vor viel zu leichtsinnig - obwohl geradezu gebetsmühlenhaft vor einem leichtfertigen Umgang mit Passwörtern gewarnt wird.
Der eigene Vorname
Die Analyse von 28.000 in jüngster Zeit gestohlenen Passwörtern zeigte nämlich, dass die Verbraucher sich meist für einen naheliegenden simplen Geheimcode entschieden, wie aus der in "Information Week" veröffentlichten Studie hervorgeht. So wählten 16 Prozent der Nutzer einen Vornamen - den eigenen oder den eines ihrer Kinder. Weitere 14 Prozent entschieden sich für eine Tastenfolge auf der Computer-Tastatur, "1234" zum Beispiel oder nebeneinanderliegende Buchstaben.
"Passwort" als Passwort
Fünf Prozent der Internetnutzer fanden Namen von TV-Serien oder -Stars besonders einprägsam, und vier Prozent machten es sich besonders leicht - sie tippten einfach "password" - "Passwort" - oder leichte Variationen wie "password1" ein. Ein Mitarbeiter der Firma Errata Security, die für die Studie verantwortlich zeichnete, riet den Verbrauchern, sich künftig wenigstens ein bisschen Mühe zu geben: "Suchen Sie sich ein Passwort aus, das mehr als acht Zeichen hat - mit einem Großbuchstaben und einem Symbol darin."
12.02.2009

