Verschlüsselung

Provider schaffen ungeschützte E-Mails ab

Nach und nach werden ungeschützte E-Mail-Verbindungen von den Anbietern gekappt. Viele Kunden von GMX, Web.de, freenet und der Telekom müssen eine Verschlüsselung einrichten, um auch weiterhin Mails empfangen und senden zu können.

Verschlüsselung© maxkabakov / Fotolia.com

Berlin (dpa/tmn/red) - Dahinter steckt die Initiative "E-Mail made in Germany", zu der die Provider GMX, Web.de, Freenet und die Deutsche Telekom gehören. Sie wollen dafür sorgen, dass in Zukunft alle Übertragungswege für Nachrichten ihrer Kunden mit dem Standard SSL verschlüsselt sind. Ungeschützte Verbindungen werden deshalb ab sofort nach und nach gekappt, am 29. April soll die Umstellung beendet sein.

E-Mails im Browser immer verschlüsselt

Betroffen sind nur Nutzer, die für ihre E-Mails Programme wie Thunderbird, Outlooks, Apple Mail oder diverse Apps für Smartphone und Tablet nutzen. Hierbei ist die Verschlüsselung nicht in jedem Fall aktiviert. Hilfe gibt es online: Alle vier Provider haben ausführliche Anleitungen ins Netz gestellt, die den Umstieg auf SSL Schritt für Schritt erklären. Wer seine E-Mails im Browser abruft, muss ohnehin nichts tun: Hier werden die Nachrichten automatisch immer verschlüsselt übertragen.

Nachrichten liegen im Klartext auf den Servern

Nutzer sollten allerdings beachten, dass es sich nur um eine sogenannte Transportverschlüsselung handelt. Damit sind die Nachrichten zum Beispiel vor Hackern in einem öffentlichen WLAN geschützt, auf den Servern der Provider werden sie aber weiter im Klartext gespeichert. Wer das verhindern will, muss seine E-Mails mit Verfahren wie S/MIME oder PGP durchgängig verschlüsseln. Die Einrichtung ist im Vergleich zur Transportverschlüsselung allerdings deutlich komplizierter.

Anleitungen zum Einrichten der Verschlüsselung

Quelle: DPA

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