Schnelles Internet: In Sachsen gibt es Nachholbedarf
Die Staatsregierung sieht großen Nachholbedarf beim Ausbau schneller Internetverbindungen auf dem Land. Bislang sei die Versorgung mit Breitbandinternet im ländlichen Raum "noch immer unbefriedigend", obwohl es Zuschüsse von einer halben Million Euro für jedes Projekt gibt.
Sornzig-Ablaß (ddp/red) - Das sagte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) am Dienstag in der Gemeinde Sornzig-Ablaß (Landkreis Nordsachsen). Bedarfsanalysen würden zeigen, dass es noch viele Orte im Freistaat gebe, die teilweise oder vollkommen unterversorgt seien. Noch immer bestehe eine "digitale Kluft zwischen Stadt und Land", die dringend beseitigt werden müsse, sagte Kupfer.
Unentbehrlich als Standortvoraussetzung
Der Minister verwies auf die Förderung des Freistaates für schnelles Internet in den Kommunen. Vier Landkreise und 63 Gemeinden seien derzeit dabei, die Erschließung ihrer unterversorgten Gebiete mit Hilfe von Förderangeboten zu verbessern. Da der Zugang zum schnellen Internet "eine unentbehrliche Standortvoraussetzung" für die ländlichen Räume sei, müsse die Versorgung weiter gesteigert werde, sagte Kupfer.
Zuschüsse von bis zu einer halben Million
Im Februar hatte die Europäische Kommission die gezielte Förderung von Breitbandinternet im ländlichen Raum genehmigt. Demnach ist es sächsischen Kommunen in unterversorgten Gebieten erlaubt, Rohre auf eigene Kosten zu verlegen und sie Breitbandanbietern zur Kabelverlegung bereitzustellen. Zudem wurden Zuschüsse für die Umsetzung von Breitbandvorhaben in Höhe von 500.000 Euro je Projekt genehmigt.
26.05.2010

