Vodafone-Pläne

Schulte-Bockum hat Sympathie für Drosselpläne der Telekom

Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum zeigte in einem Interview Sympathie für die Drosselpläne der Telekom. Gleichwohl planten die Düsseldorfer derzeit nicht, ihre Nutzer einzubremsen, hieß es.

Highspeed Internet© Vodafone

Düsseldorf (red) - Wie Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"sagte, wolle man bei Vodafone (www.vodafone.de) derzeit keine Drosselung in den Internetverträgen einführen. Zumindest gebe es dahingehend "keine Planungen", sagte der Konzernchef der Zeitung.

Sympathie für die Pläne der Konkurrenz

Allerdings äußerte Schulte-Bockum nichtsdestotrotz eine "gewisse Sympathie" für den Gedanken, dass solche Nutzer, die viel Traffic verbrauchen und die Netze stärker belasten, dafür auch stärker zur Kasse gebeten werden - zumal es sich nur um wenige handele, die besonders viel Traffic verursachten.

Andere Tarifmodelle werden kommen (müssen)

In der Branche ist man sich allerdings über einen Punkt weitgehend einig: Bandbreitenintensive Anwendungen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter deutlich zunehmen, so dass die Netze noch viel mehr werden aushalten müssen als heute. Sprich: Der Traffic steigt immer weiter, die Netze müssen weiter ausgebaut werden. Wie sollen Konzerne wie die Telekom oder Vodafone das bezahlen, wenn nicht über veränderte Tarifmodelle? Die heute gängige Mischkalkulation, womit eine hohe Zahl an Normalsurfern eine geringe Zahl an Powersurfern quersubventioniert, wird sich nicht auf Dauer halten, da ist sich die Fachwelt einig.
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