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Synergieeffekte

Telekom kauft Glasfaser-Kapazitäten beim Wettbewerber

Erstmals in ihrer Geschichte will die Telekom jetzt Leitungen von einem anderen Anbieter anmieten. Einem Zeitungsbericht zufolge will man in Zukunft die Glasfaser-Leitungen des Kölner Netzbetreibers Netcologne nutzen - und würde dabei einiges an Geld sparen.

Router© Val Thoermer / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de) mietet für den Zugang zu ihren Endkunden laut einem Zeitungsbericht zum ersten Mal die Glasfaserleitungen eines Wettbewerbers. Der Bonner Konzern habe dazu einen Kooperationsvertrag mit dem Kölner Stadtnetzbetreiber Netcologne abgeschlossen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe). Eine Vereinbarung, die nicht die einzige ihrer Art bleiben soll.

Höhere Surfgeschwindigkeit dank Glasfaser

Solche Kooperationen strebe der Konzern auch mit anderen Unternehmen an, sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme dem Blatt. Die Telekom wolle über die Glasfaserleitungen von Netcologne, die besonders hohe Surfgeschwindigkeiten ermöglichten, eigene Angebote in die Haushalte bringen. Im Gegenzug öffne sie ihre VDSL-Anschlüsse zu Sonderkonditionen für das Kölner Unternehmen. Beide Anbieter wollen auf diese Weise ein breiteres Angebot für ihre Kunden schaffen.

Highspeed Internet mit bis zu 50 Mbit/s

Während Netcologne mit den von der Telekom gemieteten VDSL-Anschlüssen nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Lücken im eigenen Hochgeschwindigkeitsnetz schließen will, soll sich die Telekom weitere Kunden durch das Angebot von schnellem Internet mit bis zu 50 Mbit/s erhoffen. Durch die Glasfaserleitungen des neuen Kooperationspartners könnte das ermöglicht werden. Die Kooperation soll zunächst auf den Regierungsbezirk Köln - das Verbreitungsgebiet von Netcologne - begrenzt sein.

Investitionspläne fallen deutlich schmäler aus

Die Kooperation wäre insofern bemerkenswert, da die Telekom erstmals als Einkäufer von Leitungen auftreten würde. Der Tageszeitung zufolge habe die Telekom im Vorfeld die Investitionspläne für ein eigenes Glasfasernetz wegen hoher Kosten und verhaltener Nachfrage gekürzt.

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