E-Reader

Telekom verlässt die Tolino-Allianz

Die Telekom zieht sich aus der Tolino-Allianz zurück, einem Zusammenschluss mehrerer deutscher Buchhandelsketten als Antwort auf Amazons Kindle. Die bisher von der Telekom betriebene Technologie-Plattform geht an Rakuten Kobo.

tolino pageDer tolino bietet in Deutschland erfolgreich Amazons Kindle die Stirn.© Weltbild GmbH & Co. KG

Bonn –- Die Deutsche Telekom (www.telekom.de) zieht sich aus der erfolgreichen deutschen E-Reader-Allianz Tolino zurück und verkauft deren Technologieplattform an das japanisch-kanadische Unternehmen Rakuten Kobo. Die Verträge seien kürzlich unterzeichnet worden, teilte die Telekom am Montag mit. Für die Tolino-Kunden soll sich durch den Verkauf nichts ändern. Alle Geräte würden weiter technisch unterstützt, auch die gewohnten Serviceangebote wie die kostenlose Nutzung von Telekom-Hotspots und Tolino-Cloud blieben bestehen.

Tolino-Allianz: Gemeinsam gegen den Kindle

Tolino war 2013 von der Telekom und großen deutschen Buchhändlern ins Leben gerufen worden, um im wachsenden E-Book-Markt ein konkurrenzfähiges Angebot nicht zuletzt gegen Amazons Kindle präsentieren zu können. Tatsächlich gelang es der Allianz dem US-Giganten die Stirn zu bieten und sich auf dem hart umkämpfen Markt zu behaupten.

Zur Thalia-Allianz gehören heute neben der Telekom und den Gründungsmitgliedern Thalia, Weltbild und Hugendubel auch die Mayersche Buchhandlung, Osiander und der Buchgroßhändler Libri mit rund 1.500 angeschlossenen Buchhandlungen. In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten Hugendubel, Thalia und Weltbild den neuen Technologiepartner.

Wer ist Kobo?

Leser, Buchhandel und Verlage in Deutschland würden davon profitieren, dass künftig das Beste aus der Tolino- mit der Kobo-Welt zusammengeführt werde. Das kanadische Unternehmen Kobo wurde 2009 gegründet und konzentriert sich seitdem auf das Thema E-Books. Es hat eine ganze Reihe von E-Readern - ähnlich den Tolino-Geräten - im Angebot, spielt jedoch in Deutschland bislang keine große Rolle. Im Jahr 2011 wurde es vom japanischen Internetkonzern Rakuten übernommen.

Quelle: DPA

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