szmtag
Billiger-Telefonieren.de

« zurück » » »

Umstritten

Urteil nimmt britischem Blogger seine Anonymität

Der bekannte britische Blogger "Nightjack" wollte per einstweiliger Verfügung seine Identität vor den Medien schützen. Ein Gericht entschied jedoch, dass der Blogger kein Recht auf Anonymität hat.

London/Manchester (red) – Die Zeitung Times Online berichtete kürzlich über den Fall des 45-jährigen britischen Polizisten Richard Horton, besser bekannt als "Nightjack". Dieser hatte sich in seinem Blog kritisch über Politik, Polizei und soziale Aspekte im Alltag geäußert und dafür im April den Orwell Preis für politischen Journalismus bekommen. Richard Horton wollte eine einstweilige Verfügung gegen die Times erlangen, damit der Zeitung verboten wird, seinen richtigen Namen preiszugeben.

Begründung des Urteils

Diese einstweilige Verfügung kassierte der "High Court" jedoch. An seiner Dienststelle hatte Horton schon vorher eine schriftliche Abmahnung bekommen. Richter Eady argumentierte, dass der Schutz eines Polizeibeamten vor Sanktionen durch seinen Vorgesetzten nicht die Aufgabe eines Gerichts sei. Zudem sei Bloggen eine öffentliche Tätigkeit und die Öffentlichkeit habe Interesse daran, wer solch eine Kritik an den polizeilichen Aktivitäten ausüben würde.

"Nightjack" löscht Blog

Nach dem Urteil löschte Horton seinen Blog sofort. Unter englischsprachigen Bloggern breitet sich unterdessen Entsetzen aus. Blogs, die zum Teil einen enthüllenden Inhalt haben, sind in England und den USA weiter verbreitet als in Deutschland. Inwieweit anonyme Blogger sicher sind, ist dabei noch nicht geklärt.

22.06.2009

Das könnte Sie auch interessieren
95 Prozent der Blogs bleiben sehr schnell ungenutzt

Tastatur Die meisten Weblogs werden offenbar nach kurzer Zeit zu Internetleichen. Die Gründer verlieren demnach entweder die Lust am Schreiben, haben keine Zeit mehr oder sind enttäuscht über den mangelnden Zuspruch.
mehr

Nur wenige Surfer nutzen mehrere E-Mail-Adressen

email; Private Zweitadressen für E-Mails sind in Deutschland kaum verbreitet. Nur jeder Dritte nutzt im Internet zwei oder mehr private E-Mail-Adressen. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie im Auftrag des Branchenverbands Bitkom.
mehr

Teilnehmer für Online-Studie zu Mobbing gesucht

internet Mobbing kann die Arbeit zur Qual machen. Viele Betroffene erkranken, weil sie im Betrieb oder Büro schikaniert werden. Um herauszufinden, was die Wahrscheinlichkeit für Mobbing erhöht, führt die Uni Heidelberg eine Online-Studie durch und sucht dafür Teilnehmer.
mehr

Wie man persönliche Daten im Web absichert

Web 2.0 Jeder Besuch im Internet hinterlässt digitale Spuren. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass ihr Online-Nutzungsverhalten nicht nur Rückschlüsse auf persönliche Wünsche oder Interessen zulässt, sondern auch die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen ermöglichen kann.
mehr

Vorsicht bei Veröffentlichung privater Daten

Web 2.0 Wer im Internet selbst Informationen über sich preisgibt, hat es schwer, im Nachhinein Löschansprüche durchzusetzen. Vor allem bei Meinungsäußerungen in Internetforen fehlt hier eine generelle gesetzliche Grundlage.
mehr

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung kann für die Richtigkeit keine Haftung übernommen werden.
Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr. | News-Sitemap

Newsletter

» zur |

Telefon-Tarifrechner-Widget für Ihre Homepage oder Ihr Blog. Ruckzuck angepasst und eingebunden!