US-Datenschützer wollen gegen Google vorgehen
In den USA dringen Datenschützer auf ein staatliches Vorgehen gegen verschiedene Google-Dienste. Dabei geht es um solche Programme, die nicht auf dem Rechner des Nutzers installiert, sondern ausschließlich online genutzt werden.
Washington (afp/red) - Jüngste Ereignisse legten nahe, dass Google "vertrauliche Informationen nicht angemessen speichert", erklärte die Datenschutz Organisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) in einer am Mittwoch veröffentlichten Beschwerde bei der für Verbraucherschutz zuständigen US-Handelskommission FTC. Deshalb müssten die Angebote gerichtlich untersagt werden, bis das Unternehmen entsprechende Vorkehrungen getroffen habe.
Zugriff nur online möglich
Google bietet im Internet verschiedene Dienste an, die auch in Deutschland sehr verbreitet sind. Dazu gehören das E-Mail-Programm Googlemail, der Terminkalender Google Calendar, die Bildverwaltung Picasa und die Textverarbeitung Google Docs. Die Programme werden nicht auf dem Computer installiert, der Zugriff erfolgt ausschließlich über das Internet.
Der Präzedenzfall
Die Datenschützer beriefen sich in der Beschwerde auf einen Vorfall, bei dem Google in diesem Monat eingeräumt hatte, dass bei Google Docs die Vertraulichkeit einiger Dokumente vorübergehend nicht gegeben gewesen sei. Google hatte erklärt, dass ein kleiner Prozentsatz von Nutzern wegen eines technischen Fehlers irrtümlich Zugang zu Dokumenten anderer Nutzer hatte.
19.03.2009

