Netzbetrüger

Warenbetrug im Netz: So kann man sich schützen

Der Warenbetrug im Internet ist keine Seltenheit: Über 67.000 Fälle gab es 2012, Tendenz steigend. Wenn der Preis für ein Produkt unverhältnismäßig niedrig ist, sollte man stutzig werden. Diverse Maßnahmen tragen zum sicheren Einkauf im Netz bei.

Internet Sicherheit© Andrea Danti / Fotolia.com

Stuttgart (dpa/tmn/red) - Ist der Preis eines Produktes im Netz zu gut, um wahr zu sein, lauern hinter dem Angebot mit großer Wahrscheinlichkeit Warenbetrüger. Gerade beim eiligen Bestellen von Geschenken im Netz in der Vorweihnachtszeit, sollten Verbraucher deshalb besonders interessante Offerten immer kritisch prüfen, rät die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Die Zahl der angezeigten Fälle von Warenbetrug im Internet sei von 54.164 im Jahr 2012 auf 67.963 Taten im vergangenen Jahr gestiegen.

Nicht per Überweisung zahlen

Opfer von Warenbetrügern bezahlen in den meisten Fällen per Vorkasse, erhalten die bestellten Produkte aber nie. Deshalb kann man Kriminellen oft schon mit der Wahl des Zahlungsweges das Wasser abgraben: Nie per Überweisung oder über Bargeldtransferdienste bezahlen, wenn man den Verkäufer nicht persönlich kennt, sondern idealerweise per Rechnung, Bankeinzug oder Kreditkarte, raten die Experten. Auch viele Zahlungsdienstleister erreichten ein hohes Maß an Sicherheit.

Auf Internet-Gütesiegel achten

Natürlich sollte man sich zuallererst über den Verkäufer informieren. Bei gewerblichen Anbietern kann man sich vergewissern, dass etwa Identität und Anschrift, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Widerrufs- oder Rückgaberecht leicht auffindbar und verständlich sind, erklärt die Polizeiliche Kriminalprävention. Hilfreich bei der Einschätzung des Verkäufers seien auch Bewertungsprofile oder Internet-Gütesiegel, die von der Initiative D21 empfohlen und erklärt werden.

Sorgsam mit Passwörtern umgehen

Wer bei Online-Händlern Kundenkonten anlegt, sollte auf sichere Passwörter achten. Diese müssen den Polizeiexperten zufolge mindestens acht Zeichen lang sein, aus einer Kombination von Groß- und Klein-Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Sie dürfen keinesfalls Namen oder Wörter sein, die existieren oder irgendeinen Sinn ergeben. Idealerweise bekommt jedes Konto und jeder Dienst ein eigenes Passwort. Verwalten kann man diese mit einem Passwort-Manager wie dem kostenlose KeePass. Das Programm gibt es auch in einer Version zum Mitnehmen auf einem USB-Stick (Portable Version).

Quelle: DPA

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