Warum das Internet 40 wird und doch noch ein Teen ist
Vor fast genau 40 Jahren wurde der direkte Vorläufer des Internets erschaffen. Was ursprünglich nur für eine geringe Anzahl an Wissenschaftlern zugänglich war, nutzen heute rund 1,7 Milliarden Menschen weltweit.
Berlin (red) – Den Grundstein für das heutige Internet legte damals die US-Forschungsagentur Arpa ("Advanced Research Projects Agency"), mit einem Programm zur Grundlagenforschung der Computervernetzung. Am 29. Oktober 1969 wurden dann erstmal, durch US-amerikanische Forscher, zwei Computer über ein Modem und eine Telefonstandleitung miteinander vernetzt, dass sogenannte Arpanet entstand.
Computer als Kommunikationsmittel
Schon damals hatte man die Idee, Computer als Kommunikationsmittel einzusetzen. Um jedoch einzelne Informationspakete zwischen den beiden Computern hin und her schicken zu können, mussten spezialisierte "Übersetzer"-Computer entwickelt werden – die Interface Message Processors (IMP). Diese sind sozusagen die Vorfahren der heutigen Router. Die erste Fernverbindung zwischen den beiden Computern hielt jedoch nicht lange an, denn beim Eintippen des Befehls "LOGIN" stürzte einer der IMP ab. Grund dafür sei ein Fehler im Terminal-Programm gewesen. Der zweite Versuch lief jedoch erfolgreicher ab.
Langsam wuchs das Netz
In der nachfolgenden Zeit wurde das Netz - vorerst nur in den USA und recht grobmaschig - immer größer und im Jahre 1973 wurde dann auch Europa an das Arpanet angeschlossen, jedoch nur wenige Universitäten, die im Auftrag von Arpa arbeiteten. Nach dem die zivile US-Forschungseinrichtung National Science Foundation im Jahre 1983 die Verwaltung des Arpanet übernommen hat, wurde es mit weiteren Institutionen zu einem größeren Verbund. Jedoch stand es auch weiterhin nur für Hochschulen und Forschungseinrichtungen offen.
Das Internet wurde erst gegen Ende der Neunziger populär
Für den Großteil der Menschen ist das Internet deutlich jünger. Das liegt daran, dass die National Science Foundation es erst seit 1990 auch für kommerzielle Zwecke freigegeben hat und durch die Entwicklung der Anwendung "World Wide Web", durch den britischen Informatiker Tim Berners-Lee im Jahre 1989. Ab 1993 konnten auch Laien erstmals auf die Informationen im Netz zu greifen, denn von da an begann das erste Aufkommen der grafikfähigen Browser. Erst gegen Ende der neunziger Jahre konnte man von jedoch von einem Massenmedium sprechen.
Flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz
Das Internet in Deutschland könnte schon bald flächendeckend zum Hochgeschwindigkeitsnetz werden. Denn laut der Breitband-Strategie der Bundesregierung, sollen bis 2014 rund 75 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss verfügen, der eine Übertragungsrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde aufweist. Derzeit besitzen in Deutschland rund 70 Prozent der Einwohner einen Onlinezugang. "Das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken", so Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
20.10.2009

