Internationaler Vergleich

Was deutsche Kinder im Netz suchen

Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat analysiert, auf welchen Seiten Kinder besonders oft surfen. Dabei gibt es Unterschiede zwischen deutschen Kindern und ihren Altersgenossen in anderen Ländern. Soziale Netzwerke und Chats sind hierzulande nicht so beliebt.

Jugendlicher© Klaus Eppele / Fotolia.com

Moskau/Ingolstadt - Wenn Kinder im Netz surfen, kommunizieren diese nicht nur mit Freunden oder recherchieren für die Hausaufgaben. Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky mitteilt, suchen deutsche Kinder im internationalen Vergleich überdurchschnittlich häufig auf Seiten der Kategorien "Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel" sowie "Computerspiele".

Kommunikationsmedien am beliebtesten

Laut der Untersuchung von Kaspersky sind im weltweiten Vergleich Online-Kommunikationsmedien wie Soziale Netzwerke, E-Mail, Chats und Messenger-Dienste mit 67 Prozent am häufigsten bei Kindern gefragt, gefolgt von Computerspielen (11 Prozent). Platz drei geht mit 9 Prozent schon an die Kategorie "Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel". Inhalte für Erwachsene liegen mit 2 Prozent auf dem letzten Platz.

Die Aufteilungen der beliebtesten Webseiten bei deutschen Kindern sieht hingegen anders aus: Hier sind Online-Kommunikationsmedien für nur 30,6 Prozent am wichtigsten. Computergames spielen für 26,6 Prozent die größte Rolle - dicht gefolgt von "Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel" (22,8 Prozent). Webseiten mit Erwachseneninhalten sind mit 2,2 Prozent nur unwesentlich beliebter als im internationalen Vergleich.

Über Gefahren informieren

Holger Suhl, General Manager bei Kaspersky Lab, rät Eltern zur Aufklärung über Möglichkeiten und Gefahren im Netz: "Wir sehen, dass Kinder im Internet zunehmend selbstsicherer agieren: Sie suchen sich heraus, welche Musik sie hören, welche Filme und Zeichentrickfilme sie sehen und welche Software sie installieren möchten. Im Netz wie im realen Leben sollten Eltern ein Vorbild für ihre Kinder sein und sie darüber aufklären, wie man sich im Internet sicher und verantwortungsbewusst bewegt. Für die Sicherheit unserer Kinder im Netz können technologische Ansätze in Kombination mit elterlicher Aufklärung über Gespräche und gemeinsames Erleben sorgen."

Weitere Infos zum Thema
Top