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Prävention

Wie man den Laptop verschlüsseln sollte

Computer sind für uns sehr wichtig, wir nehmen sie überall mit hin, aber ihre Daten sind nicht immer sicher. Ein Password genügt oft nicht. Ein IT-Sicherheitsexperte gibt Tipps, worauf man achten sollte - insbesondere dann, wenn man den Laptop auch beruflich nutzt.

Köln (red) - Ob am Flughafen, in der Bahn oder im Hotel - dank Laptop, Handy und WLAN können Berufstätige heutzutage überall arbeiten. Für viele Firmen hat sich das mobile Büro als flexibles und kostensparendes Arbeitsplatzmodell erwiesen. Dass dabei viele Mitarbeiter unterwegs sensible Daten nutzen, stellt den unternehmensinternen Datenschutz allerdings vor große Herausforderungen. "Sollten Notebook oder USB-Stick verloren gehen oder gestohlen werden, können solche Daten leicht in falsche Hände geraten, mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen", betont Martin Gasper, IT-Sicherheitsexperte beim TÜV Rheinland.

So schützen Firmen ihre Daten vor Diebstahl

Schulungen zum Umgang mit mobilen Teilnehmerstationen wie PDA (persönlicher digitaler Assistent) oder Notebook sensibilisieren Mitarbeiter für Sicherheitsprobleme. Klar formulierte Sicherheitsrichtlinien bieten überdies eindeutige Orientierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Laptops oder externe Festplatten mit sensiblen Daten sollten diese automatisch, vollständig und am besten unsichtbar verschlüsseln. "Effektive Sicherheitslösungen bieten doppelten Schutz: Sie führen sektorbasierte Verschlüsselungen für Verzeichnisinformationen, temporäre oder Bootdateien und gleichzeitig eine dateibasierte Verschlüsselung aus", erklärt Gasper. Kostenlose Programme wie "TrueCrypt" stehen auf den Internetseiten der Software-Anbieter als Download zur Verfügung. "Außerdem ist es sinnvoll, die USB-Schnittstellen zu kontrollieren", sagt der Fachmann. Denn USB-Sticks oder externe Festplatten werden automatisch erkannt und gestartet. Wer nur unternehmenseigene, verschlüsselte und geschützte Wechselmedien zulässt, minimiert das Risiko von Datendiebstahl und verhindert gleichzeitig, dass ein Schadcode den mobilen Computer befällt.

Tipps zum Selbstschutz

Doch die beste Verschlüsselung nutzt nichts, wenn das Passwort leicht geknackt werden kann. "Lange Kennwörter mit unwillkürlicher Reihenfolge aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sind am besten", rät Gasper. Besonders sicher ist der Einsatz von Systemen, die das Passwort vor dem Booten abfragen: Dies verhindert den unbefugten Zugriff auf das Betriebssystem und damit auf sensible Daten. Ergänzend dazu können elektronische Schlüssel wie Smartcards oder Security-Token (elektronischer Schlüssel) eingesetzt werden. Sie nutzen zusätzliche Informationen, die erst in Verbindung mit dem Passwort des Benutzers das Notebook entsperren. Um die Daten auch bei der Kaffeepause zu sichern, lohnt die Einrichtung eines Passwort-geschützten Ruhemodus. Eine Sichtschutzfolie am Notebook schützt zudem vor unerwünschten Seitenblicken Dritter.

23.06.2010

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