Dual-SIM-Smartphone: Ein Gerät, zwei Rufnummern

Jeder, der neben seinem Firmenhandy noch ein Privathandy hat, kennt das Problem: Man muss eigentlich immer zwei Mobiltelefone mit sich herumtragen. Stattdessen kann man aber auch ein Dual-SIM-Smartphone nutzen und beide SIM-Karten in ein Handy stecken.

Im Folgenden finden Sie mehrere Dual-SIM-Smartphones im Überblick. Sie können die Liste noch weiter filtern, wenn Ihnen weitere Funktionen (etwa eine bestimmte Display-Größe oder etwa Mobilfunkstandards wie LTE) wichtig sind.

Häufige Fragen rund zu Dual-SIM-Smartphones

  • Wie funktioniert ein Dual-SIM-Smartphone?

    Ein Dual-SIM-Smartphone hat zwei Steckplätze für zwei verschiedene SIM-Karten eingebaut. So kann man auf dem Handy von zwei Rufnummern aus angerufen werden und Gespräche führen. Das ist beispielsweise nützlich, wenn man privat und geschäftlich unter zwei Rufnummern erreichbar sein muss, aber nicht zwei Handys mit sich herumtragen möchte.

  • Wie kann man die gewünschte SIM-Karte auswählen?
    Das ist nicht bei jedem Dual-SIM-Smartphone gleich. Bei einigen Geräten kann in den Voreinstellungen festgelegt werden, welche SIM-Karte die Hauptkarte sein soll und die Karte für Anrufe, SMS usw. im Voraus auswählen. Bei anderen Geräten kann direkt vor einem Anruf oder einer SMS ausgewählt werden, von welcher SIM-Karte und Rufnummer aus der Anruf/ SMS erfolgen soll. Bei Ersterem sind für gewöhnlich die beiden Steckplätze in der Regel beschriftet, sodass man die Karten klar unterscheiden kann.
  • Ist man immer über beide Nummern erreichbar?
    Das hängt zunächst davon ab, über welchen Typ von Dual-SIM-Smartphone man verfügt. Bei der Dual-Standby-Version ist man immer nur dann über beide Karten erreichbar, wenn nicht gerade eine der beiden zum Telefonieren genutzt wird. Telefoniert man gerade über eine SIM, hören Anrufer der zweiten Karte nur das Besetztzeichen. Active-Dual-SIM-Karten hingegen erhalten die Erreichbarkeit beider Karten, auch wenn eine davon in Gebrauch ist.
  • Kann man einstellen, wann man unter welcher Rufnummer erreichbar ist?
    Tatsächlich kann man die Erreichbarkeit bei vielen Dual-SIM-Handys einschränken. Bei manchen Modellen kann eine der SIM-Karten im Menü ausgeschaltete werden. Bei anderen Smartphones kann sogar per Zeitschaltfunktion eingestellt werden, wann man über welche SIM-Karte erreichbar sein will. So kann man umgehen, dass man beispielsweise am Wochenende unter seiner Geschäftsnummer weiter erreichbar ist. Umgekehrt kann bei vielen Handys auch ein bestimmter Klingelton pro SIM-Karte zugeordnet werden. So erkennt man sofort, auf welcher Rufnummer gerade angerufen wird.

Dual-SIM-Typen: DSDS-Technik und DSFA-Technik

Nicht mit allen Dual-SIM-Smartphones lassen sich die beiden SIM-Karten auf die gleiche Art und Weise nutzen. Bei frühen Modellen war immer nur eine der beiden SIM-Karten erreichbar. Wollte man die andere Karte nutzen, musste das Smartphone zunächst ausgeschaltet werden. Mit der Einführung des Dual-SIM-Adapters ändert sich dieser Umstand. Seitdem sind zwei praktischere Varianten erhältlich. Die "Dual-SIM Dual Standby"-Version (DSDS-Technik) kann immer nur eine SIM-Karte tatsächlich aktiv halten. Zunächst sind beide Karten und Rufnummern für einen Anrufer erreichbar. Sobald aber ein Anruf mit der einen SIM-Karte begonnen wird, ist die andere nicht mehr verfügbar.

Im Gegensatz dazu steht die "Dual-SIM Dual Active"-Technik (DSFA-Technik). Bei dieser Variante können beide Karten aktiv genutzt werden bzw. bleiben beide Karten erreichbar, auch wenn über eine von beiden gerade ein Telefonat stattfindet. Der Anrufer kann dann etwa auf eine Mailbox umgeleitet oder per Anklopf-Funktion kann zwischen den Anrufern sogar gewechselt werden. Hintergrund sind zwei sich unterscheidende Techniken: Bei der DSFA-Technik (Dual-SIM Dual Standby) verfügt das Smartphone über zwei separate Sende-/ Empfangseinheiten. Bei der DSDS-Technik (Dual-SIM Dual Standby) ist jeweils nur eine Einheit vorhanden.

Dual-SIM für geschäftliche und private Nutzung

Dual-SIM-Handys und Smartphones lohnen sich beispielsweise für Leute, die beruflich und privat unterschiedliche Handytarife nutzen und über zwei separate Nummern erreichbar sein möchten, aber nicht immer zwei Smartphones sich herumtragen wollen. Wenn man geschäftlich telefoniert, nutzt man die eine SIM-Karte, will man zu Hause anrufen, nutzt man die private SIM-Karte, vielleicht sogar mit einer Community-Flatrate zu den weiteren Familienhandys, wie sie von etlichen Handy-Discountern angeboten werden. Dabei sollte man darauf achten, dass es auch unterschiedliche Leistungsumfänge bei den beiden Steckplätzen bzw. SIM-Karten geben kann. Das hängt aber von dem jeweiligen Smartphone-Modell ab. So sind bestimmte Funktionen wie die Surfgeschwindigkeit möglicherweise bei der einen SIM-Karte nur eingeschränkt möglich. Bei anderen Smartphone-Modellen lässt sich der Funktionsumfang der jeweiligen SIM-Karte auch individuell festlegen.

Dual-SIM-Handys auch ideal für Telefonie im Ausland

Ein weiteres klassisches Einsatzgebiet für Dual-SIM-Handys sind natürlich spezielle Handykarten fürs Ausland. So kann man sowohl innerhalb Deutschlands günstig telefonieren, eben mit dem Tarif, den man dafür ausgesucht hat, und genauso günstig mit der anderen Karte ins Ausland oder auf Reisen. Denn nicht alle Tarife haben gleich gute Konditionen im In- und Ausland. Und auch für die, die einfach nur aus zwei unterschiedlichen Tarifen das günstigste für sich heraus holen wollen, kann sich ein Dual-SIM-Smartphone lohnen.

Zudem ist es für Vielreisende ratsam, sich eine Handykarte vor Ort zu kaufen, denn dann entfallen die teuren Roaming Gebühren. Auch das ist mit einem Dual-SIM-Handy möglich: die deutsche Handykarte und die ausländische werden in einem Gerät platziert, das man überall dabei haben kann. Praktischer geht es kaum.

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