Kunde haftet selbst für Fehler beim Online-Banking
Heutzutage erledigen Millionen Deutsche ihre Bankgeschäfte im Internet. Anders als am Bankschalter kontrolliert jedoch niemand die vorgenommenen Eingaben. Es stellt sich die Frage, wer haftet bei Fehlern?
München (red) - Es kommt gar nicht so selten vor, dass beim Eintippen der Zahlen am heimischen Computer Fehler gemacht werden. Zahlendreher bei Kontonummer und Bankleitzahl können jedoch böse Folgen haben. Das gilt vor allem dann, wenn mit der fehlerhaften Eingabe ein tatsächlich existierendes Konto erreicht wird, nur eben nicht das des gewünschten Adressaten. Das Geld wird überwiesen und kommt nicht zurück, weil die Kontoverbindung existiert.
Das Münchner Amtsgericht hat sich jetzt mit einem solchen Fall befasst. Danach ist der Kunde selbst für seine Angaben verantwortlich. Die Bank muss die online gemachten Eingaben nicht abgleichen, urteilten die Richter (AZ: 222 C 5471/07). Der Kunde ist bei solchen Fehlüberweisungen also auf den guten Willen desjenigen angewiesen, der die Überweisung bekommen hat.
23.03.2009

