Sondernummern: Was eine 0900er-Nummer kosten darf
Die Mehrwertnummer 0900 steht in der Kritik, häufig für Telefonbetrug missbraucht zu werden. Dabei wird jede Nummer einzeln tarifiert, somit kann man das für diese Vorwahl nicht pauschalisieren. Eine Branche wehrt sich.
Düsseldorf (red) – Auf schwarze Schafe muss man sich nicht einlassen, wenn man eine 0900-Nummer wählt, denn es gibt Vorschriften. Bevor eine Nummer überhaupt freigeschaltet wird, muss der Betreiber einen Preis angeben und eine kostenfreie Preisansage bereitstellen, denn sollte mal die Preisansage fehlen, darf der Betreiber der Nummer kein Entgelt verlangen. Jedoch darf man als Betreiber einer 0900-Nummer bis zu 3 Euro pro Minute beziehungsweise 10 Euro pro Anruf verlangen. Legt man nicht spätestens bei der Tarifansage auf, muss man zahlen.
Der Branchenverband ist um Aufklärung bemüht
"Die Gefahr, dass unseriöse Unternehmen Mehrwertdienste-Rufnummern beispielsweise im Zusammenhang mit Rückrufaufforderungen bei Gewinnspielen missbrauchen, besteht natürlich", stellt Boris Schmidt, Geschäftsführer des Branchenverbandes FST, fest und ergänzt: "Der FST und seine Mitglieder lehnen jede Form betrügerischer Geschäftsmodelle strikt ab."
13.08.2010

