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Nur noch intern

Telekom stellt Spionage-Hilfsdienste ein

Kurz nach Bekanntwerden des Abhörskandals bei der Telekom hat Konzernchef Obermann offenbar seine Anti-Spionage-Truppe für Außeneinsätze zurückgepfiffen. Das Team galt deutschlandweit als eines der besten überhaupt.

Düsseldorf/Bonn (red) - Telekom-Chef René Obermann will laut einem Bericht der WirtschaftsWoche anderen Unternehmen nicht mehr bei der Spionageabwehr helfen. Was viele nicht wissen: Die Telekom (www.telekom.de) verfügt über eine stationäre Sondereinheit, die auf Anfrage andere Unternehmen nach Indizien für Wanzen und andere illegale Abhörgeräte durchsucht. Die Darmstädter Einheit hat einen sehr guten Ruf und gilt als äußerst versiert; viele Dax-Konzerne hatten laut WiWo ihre Hilfe schon in Anspruch genommen.

"Sensible Dienstleistungen"

Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet das Magazin nun, die Abhör-Hilfsdienste für externe Unternehmen seien eingestellt worden. Das habe Konzernchef Obermann bereits kurz nach Bekanntwerden der Spitzelaffäre bei der Telekom beschlossen. Obermann zufolge forderten die Telekom-Kunden zu Recht "sensible Dienstleistungen", und deshalb habe man die Spürtruppe vorerst für externe Einsätze gesperrt. Die Anti-Spionage-Truppe soll nur noch konzernintern eingesetzt werden. Das beinhalte allerdings auch Einsätze bei ausländischen Telekom-Töchtern.

11.05.2009

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