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Bedenkliche Vorfälle

Viel Lob für Telekom-Datenschutzenthüllungen

Die Gewerkschaft ver.di, ansonsten der Deutschen Telekom nicht eben freundlich zugetan, begrüßte den Konzernbericht zu den Datenschutz-Vorfällen in der Vergangenheit als "Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur".

Frankfurt/Main (afp/red) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die neuen Enthüllungen der Deutschen Telekom (www.telekom.de) zu Datenschutzvorfällen in den vergangenen Jahren begrüßt. Dass der Konzern fragwürdige Vorgänge untersuche und die Ergebnisse offenlege, sei "ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied und Telekom-Aufsichtsratsvizechef Lothar Schröder der "Frankfurter Rundschau" vom Donnerstag. Der Konzern habe gemerkt, dass das Thema Datenschutz "an der Geschäftsgrundlage kratzt". Es sei deswegen positiv, dass das Unternehmen ethisch und rechtlich bedenkliche Vorfälle, die es neben der großen Spitzelaffäre gegeben habe, nun schonungslose offenlege.

Zusätzlich zur Spitzelaffäre

Die Telekom hatte am Mittwoch ein Sonderuntersuchung im Nachgang zur Bespitzelungsaffäre veröffentlicht. Die Auswertung zeigte, dass es in den vergangenen Jahren neben der Spitzelaffäre mindestens 84 weitere moralisch oder rechtlich bedenkliche Datenschutzvorfälle im Konzern gab. Dabei handelte es sich um voneinander losgelöste Vorgänge, bei denen die Telekom Mitarbeiter und Geschäftspartner, teils auch Privatleute, ausleuchtete. In Ausmaß und Systematik waren diese Vorfälle laut Konzern aber nicht mit der Spitzelaffäre vergleichbar. Im Frühjahr 2008 war bekannt geworden, dass die Telekom in den vergangenen Jahren systematisch Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Journalisten auswertete, um Informationslecks im Konzern aufzudecken.

12.02.2010

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