Fotohandy: Auf dem Sprung zur echten Digitalkamera

Ein Handy ohne Kamera ist heute schon eine kleine Rarität, oftmals werden selbst noch Billigmodelle mit einfachen Linsen und Sensoren zum Fotografieren bestückt. Die ersten Fotohandys enterten 2001 den Markt und waren allenfalls für Schnappschüsse zu gebrauchen. Heute jedoch kann ein Fotohandy oftmals mit der Qualität einer DIgitalkamera locker mithalten.

Fotohandy ist nicht nur zum Fotografieren gut

Anfangs wurde für die Kameras der niedrig auflösende VGA-Standard verwendet. Die Handyfotos waren entsprechend von schlechter Qualität, an ein Ausdrucken war nicht zu denken. Die Freude an der neuen Spielerei trübte das aber nicht, im Gegenteil. Ein Fotohandy erlaubte es bald nicht mehr nur schnöde Textnachrichten verschicken, auch Bilder und kurze Filmchen ließen sich im Zusammenspiel mit dem Nachrichtendienst MMS versenden. Im Laufe der Zeit haben sich immer neue Funktionen auf dem Fotohandy dazu gesellt. So kann man mittlerweile die eigenen Bilder direkt vom Handy aus auf Fotoblogs und Social Network Seiten posten oder Filme auf eines der populären Videoportale hochladen.

Vor Jahren ebenso noch undenkbar, die Fotos mit GPS-Koordinaten zu versehen und auf digitalen Karten darzustellen. Das so genannte Geotagging ist ein nettes, kleines Werkzeug für das Sortieren von Fotos, das Erstellen einer Reisedokumentation oder die mobile Navigation und fehlt mittlerweile auf keinem besser ausgestatteten Gerät. So gut wie jedes Fotohandy der Oberklasse ist zudem mit einer zweiten Kamera für Videotelefonate bestückt. Das Telefonieren über Bewegtbilder erhielt 2004 mit der Einführung von UMTS - dem mobilen Breitbandinternet - Einzug auf den Handys.

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Das Fotohandy ist einer Digitalkamera ebenbürtig

Das Fotohandy hat sich rasant weiterentwickelt, vor allem was die Bildqualtät betrifft. Vom Pixelmatsch der ersten Jahre ist auf einem modernen Fotohandy nichts mehr zu sehen. Die mobilen Pixelfeger erreichen Auflösungen von 5 bis 8 Megapixeln und stehen einer echten Digitalkamera damit in nichts nach. Die Spezialisten unter den Fotohandys können Bilder sogar mit bis zu 12 Megapixeln auflösen – Spielraum nach oben ist noch da. Für ein zusätzliches Plus an Bildqualität sorgen auf dem Fotohandy nette Gimmicks wie Autofokus, Bildstabilistator und Blitz.

Doch so attraktiv die Kamera im Handy ist, ihre Entwicklung hat auch negative Aspekte zur Folge. Das illegale Aufzeichnen, beispielsweise von Kinofilmen, wird mit dem Fotohandy immer leichter. Die Gefahr der Industriespionage in Firmen wächst und in Schwimmbädern und Umkleidekabinen haben Voyeure ein leichtes Spiel.

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