Schadprogramme

Handy-Sicherheit: Kriminelle werden einfallsreicher

Der Marktanteil der Smartphones wächst - das macht sie verstärkt zur Zielscheibe von Betrügern. Mit Problemen sei vor allem durch sogenannte Premium-SMS und durch Anrufbetrug zu rechnen. Schadsoftware kann auch durch Werbung in Apps aufs Handy kommen.

Telefonieren© M Rido / Fotolia.com

München (dapd/red) - Der Internet-Dienstleister Lookout erwartet 2012 neue Sicherheitsgefahren für Smartphones, beispielsweise durch Premium-SMS-Dienste. Dabei wird auf dem Smartphone eine Software installiert, die automatisch teure SMS verschickt und Anrufe zu Sondernummern auslöst. Die Kosten werden dann mit der Handyrechnung abgebucht.

Viele Sicherheitslücken auf Smartphones

Um solche Software installieren zu können, setzen Online-Kriminelle den Angaben zufolge zunehmend auf In-App-Werbung in regulären Apps, bei denen kaum jemand skeptisch wird. Es habe bereits einige Versuche mit ansprechenden und korrekt wirkenden Anzeigen gegeben, die auf verseuchte Seiten führten - dort konnte die entsprechende Software installiert werden. Außerdem rechnet man bei Lookout verstärkt damit, dass Browser-basierte Betrügereien zunehmen. User werden dann über Links in E-Mails zu Webseiten oder auf PDFs geführt. Werden die Seiten oder Dokumente geöffnet, wird automatisch Software installiert und das Gerät ist offen für betrügerische Zwecke.

User schützen sich mit Vorsicht

Auch wenn Kriminelle immer einfallsreicher werden, um die Handys und Smartphones zu knacken, ist Schutz dennoch möglich. So rät John Hering von Lookout: "Seien Sie vorsichtig beim Klicken auf Links, halten sie auch ihre Software auf dem neuesten Stand und scannen sie das Gerät mit entsprechender Software nach schädlichen Programmen."

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