Handynetz-Blackout: T-Mobile schließt Entschädigung aus
Abgesehen von den kostenlosen SMS am kommenden Sonntag wird es für die vom Netzausfall betroffenen T-Mobile-Kunden keine (weitere) Entschädigung geben, teilte eine T-Mobile-Sprecherin mit. Unteressen sieht es so aus, als ob sich T-Mobile technisch nichts vorzuwerfen habe.
Bonn/Berlin (afp/red) - Nach dem bislang größten Handy-Blackout in Deutschland hat das Netz von T-Mobile (www.t-mobile.de) am Mittwoch wieder tadellos funktioniert. Eine Entschädigung für Betroffene schloss das Tochterunternehmen der Deutschen Telekom trotz der stundenlangen Ausfälle aus. Als kleine Wiedergutmachung können die Kunden am Sonntag kostenlose SMS in alle inländischen Netze verschicken. Das gilt auch für T-Mobile-Kunden bei den Discountern und Providern.
Sprecherin schließt Entschädigung aus
Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Maisch, forderte eine schnelle und unbürokratische Entschädigung der T-Mobile-Kunden. "Alle 39 Millionen Kunden können erwarten, dass sie mit der nächsten Monatsrechnung eine angemessene Gutschrift erhalten", erklärte Maisch. T-Mobile-Sprecherin Marion Kessing schloss dies aber kategorisch aus. "Das ist über die allgemeinen Geschäftsbedingungen ausgeschlossen. Netzstörungen passieren immer mal wieder", sagte sie N24. Das Unternehmen könne sich nur in aller Form bei den Kunden entschuldigen.
Offenbar sehr unwahrscheinliches Szenario
Unterdessen stellten mehrere Experten fest, dass sich der Konzern wohl technisch nichts vorzuwerfen habe. Eine Absicherung über drei Rechner, wie sie bei T-Mobile bestanden habe, sei normalerweise vollkommen ausreichend, hieß es. Zudem sei die Kombination aus Hard- und Software, wie sie T-Mobile verwende, auch bei anderen Mobilfunker im Einsatz. Somit könne prinzipiell auch dort ein ähnlicher Blackout nicht ausgeschlossen werden. Gleichwohl wurde von Expertenseite aus mehrfach betont, wie selten ein solcher Totalausfall sei. Die Kunden sollten sich keine Sorgen machen.
23.04.2009

