Hintergrund: Warum die SMS nur 160 Zeichen hat
Dass der nach wie vor ungebrochene Siegeszug der SMS nicht zuletzt ihre Macher überrascht hat, ist inzwischen bekannt. Doch warum eine SMS ausgerechnet 160 Zeichen hat, das hat jetzt einer ihrer Erfinder in einem Interview erklärt.
Bonn/Hamburg (red) - 25 Jahre ist es her, dass der beliebste Kurznachrichtendienst SMS standardisiert wurde. Bekannt ist, dass die SMS zunächst gar nicht als wichtiger Dienst gesehen wurde und sozusagen als Abfallprodukt Karriere machte: Zur Übertragung wurde ein zweiter Kanal von den Mobilfunkern gewählt, der ohnehin nur für gelegentliche Zusatzinfos gedacht und sozusagen frei war. Somit entstehen den Providern kaum Kosten - ein von Verbraucherschützern immer wieder genannter Punkt, wenn es um die Höhe des Preises einer SMS geht.
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Wie das aufwändige Marketing ersetzt wurde
Weniger bekannt hingegen ist, warum die SMS ausgerechnet 160 Zeichen hat. Ein Mitentwickler des SMS-Dienstes, der ehemalige Bundespost-Ingenieur Friedhelm Hillebrand, hat kürzlich dem Magazin rel="nofollow""Spiegel Online" gesagt, wie diese Zahl entstanden ist - und zwar aufgrund einer so genannten Plausibilitätsprüfung. Da kein Geld für aufwändige Marktstudien da war, habe man andere Wege beschreiten müssen, um eine für den Nutzer akzeptable Nachrichtenlänge zu finden, so Hillebrand.
Warum ausgerechnet 160 Zeichen sinnvoll sind
Beim Betrachten von Postkarten, Telexen, Faxen und anderen vergleichsweise kurzen Sprachübermittlungswegen habe sich gezeigt, dass die Menschen recht viele Informationen in sehr kurze Texte stecken könnten. Das habe sich exemplarisch etwa bei kurzen handschriftlichen Notizen auf einem Antwortfax gezeigt - durchaus vergleichbar einer heutigen Re-Mail oder eben einer Antwort-SMS. So sei die Standardgröße von 160 Zeichen schließlich entstanden, sagte Hillebrand dem Magazin.
25.01.2010

