Fraport

Lufthansa verschickt Tausende SMS pro Streiktag

Tausende SMS am Tag verschickt die Lufthansa während des Streiks auf dem Frankfurter Flughafenvorfeld. "Am Montag werden es wieder 6.000 versendete SMS sein", sagt Sandra Kraft, Sprecherin der deutschen Airline. "Wir informieren Kunden über Flugausfälle."

Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Rund 180 bei der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) organisierte Vorfeldbeschäftigte streiken seit Montagmorgen, 5.00 Uhr, zum dritten Mal im laufenden Tarifkonflikt. Diesmal soll der Ausstand sogar 48 Stunden und erst am Mittwochmorgen zu Ende sein. Airportbetreiber Fraport bildet derweil immer neues Personal für die sicherheitsrelevanten Bodendienste aus. Bewerber gibt es genug.

Über 200 Flüge sollen ausfallen

Rund 230 Flüge, darunter 200 der Lufthansa, sollten in Frankfurt bis zum Beginn des Nachtflugverbots um 23.00 Uhr ausfallen. Keine Starts oder Landungen hat bisher die Frachttochter Lufthansa Cargo streichen müssen. "Wir arbeiten fast nur auf Langstrecke", sagt ein Sprecher des Unternehmens. Interkontinentalflüge gehen in Frankfurt bisher regulär heraus. "Innerdeutsch setzen wir auch regulär Lastwagen ein", sagt der Cargo-Mann. Für Kunden ausgefallener Flüge hält Lufthansa Bahngutscheine bereit. "Die Voucher kann sich bei uns jeder, der gebucht hat, aus dem Internet ausdrucken", sagt Sandra Kraft.

So werden Fluggäste informiert

Die Lufthansa ist am stärksten von Ausfällen betroffen, andere Airlines rechnen allenfalls mit Verspätungen. Das Unternehmen benachrichtigt Fluggäste, sollten diese bei der Buchung ihre Handynummer angegeben haben, per SMS über stornierte Flüge - Tausende Kurznachrichten fallen pro Streiktag an. Zusätzlich kann man sich auf der Homepage der Fluggesellschaft informieren. Betroffene Reisende können kostenlos stornieren oder auf die Bahn umbuchen.

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