Netzagentur erwartet geringeren Erlös bei Frequenz-Auktion
Die Bundesnetzagentur rechnet bei der Versteigerung von Mobilfunkfreqzenzen am 12. April mit einem deutlich geringeren Erlös als bei der Versteigerung von UMTS-Frequenzen vor zehn Jahren.
Düsseldorf (red) - Aufgrund der Wirtschaftskrise rechnet Bundesnetzagenturchef Matthias Kurth, in einem Interview mit der WirtschaftsWoche, mit einem deutlich geringeren Erlös. Die Bieter kennen den Markt für das mobile Internet und könnten die Perspektiven besser einschätzen. Keiner würde sich beim Kauf der Frequenzen übernehmen, so Kurth. Das Mindestgebot pro Frequenz liegt bei 112 Millionen Euro und es wird mit fünf bis sechs Bietern gerechnet.
Beschleunigung des Netzausbaus
Eine Auktion soll die Freigabe und den Ausbau der Frequenzen beschleunigen. Kurth behauptet, wer jetzt ein erfolgreiches Gebot abgebe, wird die Frequenzen nicht erst fünf Jahre ruhen lassen, bevor man die erforderlichen Mittel für die Nutzung freigebe.
Maximale Abdeckung mit schnellem Internet
Ziel der Auktion sei eine maximale Abdeckung mit schnellem Internet. Um dies zu gewährleisten befindet sich eine Klausel in den Vergabebedingungen, die besagt, dass ländliche Regionen zuerst ans Netz angeschlossen werden müssen, bevor man mit dem Ausbau in den Ballungszentren beginne. Sieben Netzbetreiber und frei Rundfunkanstalten haben dagegen Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Vier Wochen vor der Auktion wird in erster Instanz verhandelt. Kurth erhofft sich eine schnelle Klärung der Rechtslage.
01.03.2010

