Zäsur

Neue Handykarten ermöglichen flexiblen Anbieterwechsel

Die Deutsche Telekom stellt sich auf grundlegende Umwälzungen in ihrem Mobilfunkgeschäft ein. Künftig soll es immer mehr Handykarten geben, die einen flexiblen Anbieterwechsel ermöglichen. Das könnte das Ende langfristiger Vertragsbindung einläuten.

Handy telefonieren© Udo Kroener / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Künftig würden immer mehr Geräte verkauft, die eine Art Handykarte bereits eingebaut hätten, sagte T-Systems-Chef Reinhard Clemens der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Diese Karten mit der Bezeichnung eSim seien nicht auswechselbar. Das gelte auch für Mobiltelefone. "Wenn Sie damit nach Spanien reisen, können Sie dort den günstigsten Mobilfunker wählen, statt Roaminggebühren zu bezahlen", führte Clemens aus. Mit diesen Geräten wählten sich die Nutzer künftig auf Internet-Portalen die günstigsten Anbieter aus.

Eine Zäsur für den gesamten Markt

Für die Mobilfunkbranche hat diese Entwicklung dem Telekom-Manager zufolge tiefgreifende Folgen. "Der Kunde wird dann natürlich nicht mehr zwei Jahre Vertragsbindung akzeptieren", sagte Clemens. Die alte Form der Kundenbindung gebe es dann nicht mehr, weil übermorgen schon jemand einen günstigeren Tarif anbieten könne. Weil die eSim deutlich billiger sei als derzeit eine gewöhnliche Sim-Karte, werde sie künftig in alle möglichen Geräte eingebaut, die dann miteinander kommunizierten. "Unsere Welt wird sich dadurch fundamental verändern", prognostizierte Clemens.

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