Neue Hoffnung für die Brennstoffzelle als Akku-Ersatz
Ein Startup aus Massachusetts will der Brennstoffzelle zum Durchbruch verhelfen. Als Alternative zum herkömmlichen Laptop- oder Handyakku ist die Brennstoffzelle seit längerem im Gespräch. Doch ein wirklicher Erfolg steht noch aus.
Wilmington (red) - Die Brennstoffzelle ist kein Energiespeicher, hat aber andere Vorteile. So benötigt man keinen Stromzugang, um eine Brennstoffzelle zu befüllen. Strom wird hier erzeugt, indem die chemische Reaktionsenergie eines Brennstoffs, beispielsweise von Methanol, in elektrische Energie umgewandelt wird. Brennstoffzellen sind umweltfreundlicher und günstiger herzustellen als Batterien.
Dennoch haben bisher technische Hürden dafür gesorgt, dass die Nutzung der Brennstoffzelle in mobilen Geräten wie Laptops weiterhin im Forschungsstadium verharrt. Problematisch ist unter anderem die Wärmeentwicklung der Brennstoffzellen. Außerdem sind die Zellen bisher viel zu groß, um in mobile Geräte integriert zu werden. Eine Alternative wäre die Nutzung in externen Ladegeräten, aber auch hier steht ein Durchbruch noch aus.
Lilliputian Systems forscht mit Unterstützung von Intel
Neben großen Elektronikfirmen arbeitet auch Lilliputian Systems, ein kleines Unternehmen aus Massachusetts, an der Entwicklung einer Lösung. Das Unternehmen soll bereits im Juni 2010 Prototypen entwickelt haben. Auf dessen Internetseite wird zudem bekanntgegeben, es werde bald offizielle Produktankündigungen geben.
Die verwendete Technologie wurde ursprünglich vom MIT entwickelt, basiert auf dem Chip-Baustoff Silizium und soll mit recyclebaren Kartuschen arbeiten. Drei verschiedene Lösungen werden dabei entwickelt, die in den unterschiedlichsten elektronischen Geräten, vom Handy bis zum Notebook, Verwendung finden sollen. Lilliputian Systems wird nach anderen zahlungskräftigen Investoren dabei nun auch vom Chiphersteller Intel unterstützt.
04.01.2011

