Regulierer schaltet sich nach T-Mobile-Netzausfall ein
Nach der stundenlangen Störung im Handynetz der Deutschen Telekom hat sich jetzt die Bundesnetzagentur eingeschaltet. Jetzt müsse geprüft werden, ob bei T-Mobile die Technik auf dem neuesten Stand sei. Dazu sind die Mobilfunker per Gesetz verpflichtet.
Bonn (afp/red) - T-Mobile (www.t-mobile.de) sei am Mittwoch aufgefordert worden, genaue Informationen über den Umfang und die Ursachen des Ausfalls zu liefern, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage. Nach dem Telekommunikationsgesetz sei das Unternehmen dazu verpflichtet, seine Ausrüstung auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Nun müsse geprüft werden, ob T-Mobile diese Ansprüche erfüllt habe.
Es ging gar nichts mehr
Beim mit 40 Millionen Kunden größten deutschen Mobilfunkanbieter war von Dienstagnachmittag an über mehrere Stunden das Netz zusammengebrochen. Der größte Teil der T-Mobile-Nutzer konnte deshalb mit seinen Handys weder telefonieren, noch angerufen werden oder SMS verschicken und empfangen. Nach Angaben des Unternehmens waren Softwarefehler Ursache des Ausfalls.
Ursachenforschung ist noch im Gange
Unterdessen wird nach dem Grund für den Softwarefehler gesucht. „Mit der Ursachenforschung sind wir natürlich noch beschäftigt", sagte der Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile, Georg Pölzl, am Mittwoch im ZDF, und entschuldigte sich bei den Kunden. Ein solcher Fall „sollte und dürfte nicht passieren“, fügte er hinzu. Es seien Server betroffen gewesen, die „das Gedächtnis“ eines Mobilfunknetzes darstellten.
Drei Datenbanken betroffen
Etwa ab 15.45 Uhr hatten T-Mobile-Kunden am Dienstag mit ihren Handys nicht mehr telefonieren können. Ursache für die Störung war nach Angaben der Telekom-Tochter ein Softwarefehler im sogenannten Home Location Register (HLR) gewesen. Dieses stellt die Verbindungen zwischen den Mobilfunkstationen und den SIM-Karten und damit den Handy-Nummern her. Insgesamt drei Datenbanken seien betroffen gewesen.
22.04.2009

