Skype soll im Handynetz doch nicht geblockt werden
Die Aufregung legt sich offenbar: Nun heißt es, dass auch solche Handys, die zur Skype-Nutzung taugen, weiter bei T-Mobile und Vodafone zu haben sein werden. Für Skype soll es künftig allerdings spezielle Tarife geben.
Bonn/Düsseldorf (red) - Nachdem am Montag berichtet worden war, dass Skype-taugliche Nokia-Handys bei T-Mobile (www.t-mobile.de) und bei Vodafone (www.vodafone.de) aus dem Sortiment fliegen sollen, rudern die Mobilfunker nun offenbar zurück. Presseberichten zufolge hätten beide Anbieter spezielle Datentarife angekündigt, mit denen eine Nutzung der auf Anbieterseite ungeliebten Internettelefonie ermöglicht werden soll.
Die Anbieter rudern zurück
Es wird aller Voraussicht nach bei beiden Anbietern auch solche Nokias geben, die Skype nutzen können - auch wenn der Dienst nicht vorinstalliert sein wird. Das soll auch auf das in Kürze erscheindende Nokia N97 zutreffen. Über einen Boykott werde nicht mehr nachgedacht, hieß es. Seit einigen Wochen ist der Internettelefonie-Dienst Skype erstmals auch für Handys verfügbar.
Bangen um die Pfründe
Der Hintergrund: Die Mobilfunker bangen um ihre Umsätze, weil Skype-Nutzer untereinander kostenlos telefonieren können. Auch die sonstigen Tarife liegen erheblich unter denen der Mobilfunker. Das ist den Anbietern natürlich ein Dorn im Auge. Deshalb hatte es bislang geheißen, dass die Internettelefonie nicht via Handy genutzt werden darf.
Viel geskypt werden dürfte nicht
Nicht eingerechnet ist bei den günstigeren Tarifen allerdings der Datentransfer, für den trotz gesunkener Preise immer noch vergleichsweise viel Geld fällig wird. Insofern könnten die Skype-Gespräche übers Handy, einen unpassenden Datentarif vorausgesetzt, sogar teurer werden als die Handygespräche übers normale Funknetz. Zudem ist davon auszugehen, dass die Netzkapazitäten nicht immer ausreichen werden, um unterwegs vom Handy aus ein Gespräch über Skype zu führen. Die Befürchtungen der Anbieter sind also nur teilweise nachzuvollziehen.
12.05.2009

