Smartphone-Test enthüllt langsame Browser
Schneller unkomplizierter Zugriff auf das Internet, immer und überall: Das sollen Smartphones ihren Nutzern ermöglichen. Die Surfgeschwindigkeit der Geräte wurden nun getestet. Das überaschende Ergebnis: Handys mit dem besten Datendurchsatz können noch lange nicht am schnellsten surfen.
München (red) – Bei einem aktuellen Test konnte Chip Online Nash Technologies als Messpartner gewinnen und auf deren 25 Quadratkilometer großes UMTS-Live-Netzwerk zurückgreifen. Bei dem Smartphone Vergleich waren die beiden Nokia-Modelle N97 und N900, das Top-Handy Samsung I8910 HD, Apples iPhone 3GS, das Palm Pre mit Web OS dabei und mit dem HTC Hero sowie dem Motorola Milestone auch zwei Vertreter mit dem Google-Betriebssystem Android.
Browser sind zu langsam
Die Ergebnisse überraschen auch eingefleischte Handy-Experten: Die UMTS-Geschwindigkeit spielt beim Surfen nur eine untergeordnete Rolle. Die Ursache liegt bei den langsamen Browsern der Handys. Wie das Portal mitteilte, dauerte das Darstellen einer komplexen knapp dreißig Mal so lange wie auf einem Notebook mit identischer UMTS-Verbindung. Die Handy-Browser müssten deutlich leistungsfähiger werden, um auch anspruchsvolle Websites problemlos und komfortabel betrachten können.
Übertriebene UMTS-Angaben
Zudem entlarvte der Test die Herstellerangaben zu den UMTS-Geschwindigkeiten als deutlich übertrieben: Apple etwa bewirbt sein iPhone 3GS zwar mit einer nominellen Download-Datenrate von 7,2 MBit/s, im Test reichte es selbst unter optimalen Bedingungen allerdings gerade mal für 3,3 MBit/s. Der flotte Safari-Browser des Handys macht diese Schwäche allerdings mehr als wieder wett.
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28.05.2010

