T-Mobile fängt sich harsche Kritik von Skype ein
Skype kritisiert T-Mobile wegen der Blockade des Internettelefonie-Dienstes beim iPhone. Von technischen Schwierigkeiten, wie T-Mobile sie anführt, könne keine Rede sein. Vermutlich steckt ein anderes Problem dahinter.
Hamburg (red) - Freunde hat sich die Telekom-Tochter damit sicher nicht gemacht: T-Mobile hat als Exklusivpartner Apples in Deutschland den Zugang zu Skype übers iPhone sperren lassen. Die offizielle Begründung von T-Mobile: Das Netz könne überlastet werden, eine gute Sprachqualität sei so nicht zu garantieren. Im Gegenzug wirft Skype nun der Telekom-Tochter ein Aushebeln des Wettbewerbs vor.
Hoffen auf neues EU-Gesetz
Bei Skype hofft man darauf, dass künftig die Nutzer selbst entscheiden eürfen, welche Dienste sie nutzen wollen, und nicht die Netzbetreiber. Bei der Reform der europäischen TK-Gesetze im Frühsommer könnte diese Entscheidung auf der Tagesordnung stehen. Technische Probleme sieht man bei Skype trotz der hohen Nutzerzahlen nicht.
Das Eigeninteresse der Mobilfunker
Im Übrigen ist T-Mobile mit seiner Entscheidung nicht alleine: Alle Mobilkfunker blocken hierzulande die Nutzung von VoIP Diensten. Schließlich kann über diese kostenlos telefoniert werden, man umgeht so die hohen Gesprächsgebühren der Netzbetreiber. Kürzlich hatte Handy-Weltmarktführer Nokia angekündigt, den Dienst auf einigen seiner Handys vorinstallieren zu lassen.
06.04.2009

